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Geschichte des Dorfes Grönebach

Wappen Grönebach

Das Dorf Grönebach reicht am 831 m hohen Hopperkopf hinauf zur jahrhundertealten Landesgrenze Nordrhein-Westfalen - Hessen mit den noch gut erhaltenen Grenzsteinen aus dem 17. Jahrhundert.

Es zählt zu den ältesten Kirchspielen des Hochsauerlandkreises, damals mit den Orten Hildfeld, Elkeringhausen, Silbach und Niedersfeld. Die alten Kirchwege zum Dorf sind noch erhalten und können erwandert werden.

Die erste urkundliche Erwähnung erfolgte im Jahre 1250 und aus diesem Anlass wurde im Jahr 2000 das 750-jährige Dorfjubiläum gefeiert sowie eine Dorfchronik erstellt.
Erstmals wird die Gemeinde 1310 im Liber Valoris aufgeführt.
Kirchenpatron ist der fränkische Heilige St. Lambertus; er lässt -neben dem gut erhaltenen Wehrturm der Pfarrkirche - auf ein wesentlich höheres Alter schließen.

Während des 30-jährigen Krieges wurde der Ort von den Soestern zerstört und ausgeraubt (Soester Fehde).

 
 
 

Bis zur Gründung des Amtes Niedersfeld im Jahre 1812 war Grönebach Hauptort der gleichnamigen Freigrafschaft. Auf die damit verbundene Gerichtsbarkeit wird im Dorfwappen durch ein rotes Schwert hingewiesen.

Der Neubau einer Schule wird 1839 vermerkt. In den Jahren 1850/60 werden die ersten Dorfstraßen erbaut. 1878 erfolgt der Neubau der jetzigen Kirche. 1904 wird der Ort durch die Kleinbahn Steinhelle-Medebach »erschlossen«, die im Jahr 1953 den Schienenverkehr einstellt. 

Da die karge Landwirtschaft nicht alle Bewohner ernähren konnte und andere Erwerbsmöglichkeiten nicht gegeben waren, mussten fast alle männlichen Einwohner bis zu Beginn des II. Weltkrieges ihren Lebensunterhalt als Handelsleute bestreiten.

Im April 1945 wurde Grönebach unmittelbar in die Kampfhandlungen des II. Weltkrieges einbezogen, als die deutschen Truppen von hier versuchten, den „Ruhrkessel“ aufzubrechen.

Alle Häuser wurden stark beschädigt, 17 brannten vollkommen ab.

Am 1.1.1975 wurde die bis dahin selbstständige Gemeinde Grönebach der Stadt Winterberg zugeordnet. Im Jahr 2000 feierte Grönebach sein 750-jähriges Bestehen. Die Feiern waren über das ganze Jahr verteilt. Hauptveranstaltungen waren die Eröffnungsfeier im Januar, die historische Straße Ende August und die Abschlussfeier mit der traditionellen Silvesterversteigerung am 30.12.2000

Durch die Erstellung von Park- und Grünanlagen, die Pflege des typisch sauerländischen Ortsbildes mit der Pfarrkirche und dem Friedhof in der Ortsmitte wurde die Ausgangsbasis für eine Entwicklung im Fremdenverkehr gelegt. Durch seine Lage auf der Winterberger Hochfläche ist das Dorf Grönebach ein leicht erreichbares Erholungsgebiet für die Menschen des dichtbevölkerten Industrieraumes an Rhein und Ruhr.

Für Aktiv-Urlauber gibt es den direkten Zugang zum Rothaarsteig und zur Bike-Arena. Die Ruhrquelle, die einem ganzen Ballungsraum den Namen gibt, liegt nur ein paar Wanderminuten entfernt. Überhaupt: Wer die Landschaft per pedes entdecken möchte, findet eine bemerkenswerte Anzahl an kleinen Kapellen und uralten Bildstöcken. 

Es zeigt sich die tief verwurzelte Religiosität.

 
Grönebach Wappen