Grönebachzoom

Pfarrgemeinde St. Lambertus Grönebach

Historisches zur Kirchengeschichte in Grönebach

Nach aktuellen Erkenntnissen wird Grönebach erstmals um 1250 urkundlich erwähnt. In der Urkunde des Staatsarchivs in Marburg bezeugt der Grönebacher Pfarrer Albertus Plebanus (=Leutepriester) eine Schenkung des Freiherrn von Itter an das Augustinerinnenkloster Berich. Das Dorf Berich wurde 1914 durch den Edersee überflutet. 

Wenn Grönebach um 1250 einen Pfarrer hatte, dann muss auch eine Kirche vorhanden gewesen sein. Die Gründung des Dorfes dürfte in der Zeit der Christianisierung durch fränkische Missionare erfolgt sein. Diese wählten als Patron der Pfarrkirche ihren Heimatheiligen, den heiligen Lambertus. Im Liber valoris, dem ältesten Verzeichnis der Kirchen im Dekanat Medebach, wird zu Anfang des 14. Jahrhunderts auch  „Grumenbach“ aufgeführt. Im Jahre 1552 verkaufte die Pfarrei das Lambertusgut in Elkeringhausen, um mit dem Verkaufserlös die zweite steinerne Kirche zu finanzieren. 

Der Turm der St. Lambertus-Kirche ist das älteste steinerne Bauwerk der heutigen Stadt Winterberg.

St. Lambertus Kirche Grönebachzoom
St. Lambertus Kirche Grönebach
 

Grönebach war nicht nur der Hauptort der gleichnamigen Freigrafschaft, sondern auch die Muttergemeinde eines alten Kirchspiels. Zum Kirchspiel Grönebach gehörten die Dörfer Silbach (bis 1772), Niedersfeld (bis 1893) und Elkeringhausen (bis 1960). Der Nachbarort Hildfeld ist noch heute Filialgemeinde von Grönebach. Das bereits vor dem 30jährigen Krieg wüst gefallene Dorf Haarfeld im Ruhrtal, zwischen Grönebach und Silbach gelegen, dürfte auch zum Kirchspiel Grönebach zugehörig gewesen sein. In der Nacht vom 17. auf den 18. September 1724 brannte das Pfarrhaus. Hierbei wurden alten Kirchenbücher und wertvolle Urkunden vernichtet. 

Quelle: Leader Infotafel Kirche

Grönebach Wappen