Grönebachzoom

Chronik des Schützenvereins St. Hubertus 1887 e.V

1987 bis heute

 
 

1987 Jubiläumsjahr 100 Jahre St. Hubertus Schützen Grönnebach

1987 musste auch Heinrich Eickler (Borgmanns), genau wie sein Vorgänger wegen seiner angegriffenen Gesundheit, den Vereinsvorsitz niederlegen.
Am 11. Januar 1987 wurde Heribert Appelhans, zuvor bereits 24 Jahre in verantwortlicher Stelle als Adjutant im Schützenverein tätig, zum neuen Vorsitzenden und Hauptmann gewählt.

Heribert Appelhans, Neuhofs
neuer Hauptmann 1987zoom
Heribert Appelhans, Neuhofs
neuer Hauptmann 1987
 
 
 

1987 Eine der herausragenden Festveranstaltungen in der bisherigen Vereinsgeschichte war das 100-jährige Gründungsfest, welches von Freitag, 18. Juni bis Montag, 22. Juni 1987 mit einem umfangreichen und anspruchsvollen Programm begangen wurde.
Seinen Anfang nahm das Jubelfest am Freitag mit einem „Tag der Dorfgemeinschaft“. Nach einem Gottesdienst hatte der Verein die jüngsten Dorfbewohner zu Spiel und Unterhaltung in die Dorfhalle eingeladen. Ein Luftballonwettbewerb rundete die Eröffnungsveranstaltung ab. Der Nachmittag des ersten Festtages war den Senioren gewidmet. Der Vereinsvorstand servierte Kaffee und Kuchen und hatte ein Programm zusammengestellt, an dem sich der Gemischte Chor, der Spielmannszug und die Musikanten aus dem Hause Nordhangs, „The Brothers“ beteiligten. Der Höhepunkt dieses Nachmittags war der Vortrag des aus dem Hause Panken stammenden Pfarrers i.R. Friederich Appelhans zum Thema „Grönebach im Wandel der Jahrhunderte“. In einem Abschnitt seines Referates behandelte Pfarrer Appelhans den entbehrungsreichen Broterwerb unserer Vorfahren, als er zum Thema „Hausierhandel und Handelsleute“ aller Handelsleute gedachte, die in der Fremde auf der „Masematte“ seit 1764 verstorben waren.
Zum Heimatland am ersten Festtag waren über 350 ehemalige Grönebacher, die jetzt auswärts wohnen, eingeladen. Der Programmhöhepunkt dieses Abends, an dem sich erneut alle Dorfvereine beteiligten, war der Festvortrag des damaligen Rektors der Landesvolkshochschule, Msgr. Dr. Wilhelm Kuhne zum Thema „Die Heimat macht uns alle reich.“ Wer konnte an diesem Abend ahnen, dass Msgr. Dr. Wilhelm Kuhne die Grönebacher ab September 1992 als Seelsorger betreuen würde?
Alle ehemaligen Könige kämpften am Samstag ab 10 Uhr um die Kaiserwürde.  Schützenkaiser wurde der glückliche Schütze Lambert Stahlschmidt jun. (Ornes). Glanzpunkt dieses Abends war der musikalisch vom Spielmannszug Grönebach und der Jägerkapelle aus Hesborn dargebotene Große Zapfenstreich.

Ankündigung 100-jähriges Jubiläumsschützenfest 1887zoom
Ankündigung 100-jähriges Jubiläumsschützenfest 1887
Festprogrammzoom
Festprogramm
Festprogrammzoom
Festprogramm
Festprogrammzoom
Festprogramm
Zugfolgezoom
Zugfolge
 
Heimatabend am Freitagzoom
Heimatabend am Freitag
Heimatabend am Freitagzoom
Heimatabend am Freitag
 
Schiesslistezoom
Schiessliste
beim Kaiserschiessenzoom
beim Kaiserschiessen
Kaiser Lambert Stahlschmidt, Orneszoom
Kaiser Lambert Stahlschmidt, Ornes
bei der Krönungzoom
bei der Krönung
 
Einmarsch zum Zapfenstreichzoom
Einmarsch zum Zapfenstreich
beim Zapfenstreichzoom
beim Zapfenstreich
beim Zapfenstreichzoom
beim Zapfenstreich
beim Zapfenstreichzoom
beim Zapfenstreich
 
Hochamt in der Sauren Wiesezoom
Hochamt in der Sauren Wiese
großer Festzugzoom
großer Festzug
Ehrenkutschezoom
Ehrenkutsche
am Ehrenmalzoom
am Ehrenmal
 
 

Der Hauptfestzug am Sonntag begann mit einem Feldgottesdienst auf der „Sauren Wiese“. Am großen Festzug nahmen allein 14 Gastvereine mit acht Musikkapellen und zahlreichen Ehrengästen teil. Hierzu zählten der Europaabgeordnete Meinolf Mertens, Bundestagabgeordnete Ferdi Tillmann, Landtagsabgeordneter Franz Müntefering, der stellvertretende Landrat Habbel, Bürgermeister Josef Schnorbus und Stadtdirektor Edwin Dohle.
Das Königspaar Lothar Winter und Sabine Pröpper repräsentierten die Grönebacher Schützen.Der Schützenfestmontag wurde in bewährter Vereinstradition durchgeführt. König im Jubiläumsjahr wurde Lutz Ruchniewitz mit seiner Ehefrau Carola als Königin.

 
 

1991 Stadtschützenfest und Stadtschützen-Versammlung in Grönebach

Ankündigung des Stadtschützenfesteszoom
Ankündigung des Stadtschützenfestes
Satdtschützenkönigspaar Bodo Kräling und Diana Fett aus Siedlinghausenzoom
Satdtschützenkönigspaar Bodo Kräling und Diana Fett aus Siedlinghausen
in der Dorfhalle, Gerd Deimel, Astenturmzoom
in der Dorfhalle, Gerd Deimel, Astenturm

Ausrichter des sechsten Winterberger Stadtschützenfestes am 7. und 8. September war der Schützenverein St. Hubertus Grönebach. Sowohl die Schützen als auch die Bewohner des Dorfes hatten sich viel Mühe gegeben, um für die Schützenvereine des Stadtgebietes ein würdiger Ausrichter zu sein. In seinen Grußworten schrieb der damalige Präses, Pfarrer Hagelücken:
Wenn die Schützenbrüder die Worte „Glaube, Sitte und Heimat“ auf ihre Fahne geschrieben haben, dann haben sie diese Worte auch in ihr Herz geschrieben. Es sind Ideale, für die sie sich eingesetzt und noch heute einsetzten. Ich fühle die Freude, die die Schützenbrüder erfüllt, das sie in diesem Jahr die ehrenvolle Aufgabe haben, das Stadtschützenfest auszurichten. So lade ich die Schützen aller Stadtteile der Stadt Winterberg und auch aus der Umgebung und alle Freunde und Gönner ein, das Fest mitzufeiern.“
Neben dem Vogelschießen am Samstagnachmittag, welches Bodo Kräling von der Schützenbruderschaft Siedlinghausen als Stadtkönig für sich entscheiden konnte, war der vom Musikverein Medelon, dem Spielmannszug Grönebach und unter der Mitwirkung der Grönebacher Feuerwehr dargebotene Große Zapfenstreich ein besonderes Erlebnis für alle Musikfreunde.
Während des Festhochamtes am Sonntag erhielt die auf Veranlassung der Grönebacher Schützen restaurierte alte Kriegerfahne aus dem Jahre 1908 ihre kirchliche Weihe. Trotz unbeständiger Witterung säumten viele Zuschauer die Straßen, um den großen Festzug und den Vorbeimarsch in der Dorfmitte mit allen Schützenvereinen des Stadtgebietes, die von acht Musikkapellen begleitet wurden, mitzuerleben.
Am 15. März 1991 richteten die Grönebacher Schützen als Vorbereitung auf das im September geplante Stadtschützenfest erstmals in der Dorfhalle eine Stadtschützenversammlung aus.

Das amtierende Grönebacher Königspaar 1991Richard und Rosemarie Wolffzoom
Das amtierende Grönebacher Königspaar 1991Richard und Rosemarie Wolff
Schützenhochamt mit Pfarrer Ferddinand Hagelückenzoom
Schützenhochamt mit Pfarrer Ferddinand Hagelücken
Festzug beim Einmarsch in die Hallezoom
Festzug beim Einmarsch in die Halle
 
 
 

1992 Stadtschützenversammlung in Grönebach

Als Dank und Anerkennung für die gelungene Durchführung Stadtschützenfestes fand die nächste Versammlung der Schützen aus dem Winterberger Stadtgebiet erneut am 20. September 1992 in Grönebach statt.
Stadtverbandsvorsitzender Karl-Otto Schäfer lobte in seiner Begrüßungsansprache die hervorragende Organisation und bescheinigte den Grönebachern, gute Gastgeber zu sein.

Pressetext von der Versammlungzoom
Pressetext von der Versammlung
 
 
 

1997 Stadtschützenfest in Altenfeld

Es ist vollbrachtzoom
Es ist vollbracht
Guido und Carina Appelhans regieren die Stadtschützenzoom
Guido und Carina Appelhans regieren die Stadtschützen
 
Bei der Paradezoom
Bei der Parade
anschließende Pressemitteilungzoom
 

Ausrichter und Gastgeber des Stadtschützenfestes 1997 war am 13. und 14. September der Heimat- und Schützenverein Altenfeld, der im Jahr zuvor sein 75-jähriges Bestehen feiern konnte und der kleinste Schützenverein im Stadtgebiet ist. Heftige Regenschauer gingen während des Vogelschießens nieder. Mit dem 89. Schuss gelang es dem Grönebacher Schützenkönig Guido Appelhans (Neuhofs) den Vogel von der Stange zu holen. Hierzu schrieb die Heimatzeitung:
„Der Regent der Hubertus-Schützen aus Grönebach hatte in einem ungewöhnlich spannenden Wettkampf mit dem 89. Schuss den Vogel von der Stange geholt.“
Grönebach war stolz und freute such, dass einer der Ihren sich jetzt König der Stadtschützen nennen durfte. Zahlreiche Zuschauer kamen am Sonntag in das Dorf an der Stadtgrenze zu Schmallenberg, um dem Stadtschützenkönig Guido Appelhans und einer Ehefrau und Königin Carina beim Festzug, zu dem die Herbstsonne strahlte, zu applaudieren.

 
 
 

1999 Ein neuer Präses und Stadtverbandsversammlung

neuer Präseszoom

Weiter richteten die St. Hubertusschützen Grönebach in diesem Jahr eine weitere Stadtverbandsversammlung aus

 
 
 

2000 feiert unser Ort 750 Jahre Grönebach

In dem umfangreichen Veranstaltungsprogramm des Dorfjubiläums war natürlich der Schützenverein als älteste Vereinigung des Dorfes in besonderer Weise eingebunden und gefordert. Höhepunkte des Dorfjubiläums waren der Heimatabend am 25. August und die historische Straße am Samstag und Sonntag, 26. und 27. August. Der Heimatabend wurde mit dem „Großen Zapfenstreich“ auf dem Platz hinter dem ehemaligen Schulgebäude beendet. Dargeboten wurde er von den St. Hubertus Schützen, der Jägerkapelle Hesborn, dem Spielmannszug Grönebach und der Löschgruppe der Feuerwehr.
Da die neuen Uniformen keinen geschichtlichen Bezug zu den Festveranstaltungen gehabt hätte, reifte die Überlegung, sich in einer Kleiderordnung zu präsentieren, wie diese auf den ältesten Vereinsfotos zu sehen ist. Von der Schützengesellschaft Hallenberg und der Bruderschaft aus Siedlinghausen konnten für die Mitglieder des Vorstandes sogenannte „Gehröcke“ ausgeliehen werden, die zu einem Blickfang für die zahlreichen Zuschauer an allen drei Festtagen wurden.
Der Samstag und Sonntag war den „alten Zeiten“ vorbehalten.
Bei den Festumzügen zeigte sich der Vorstand in seinen „Gehröcken“. Die Mitglieder marschierten mit Holzgewehren, wie dies bis 1970 üblich war, zu den Vogelstangen bei der Dorfhalle.
Die Festzüge wurden am Samstag durch die Stadtfeuerwehrkapelle Hildfeld und am Sonntag durch die Jägerkapelle Hesborn begleitet.
Zur Erinnerung an die ersten Schützenfeste nach dem 2. Weltkrieg konnten sich die Schützen sportlich betätigen. Am Samstag war, wie 1948 erforderlich, angesagt, den Vogel mit Keulen abzuwerfen. Bester Keulenwerfer war Guido Appelhans (Neuhofs).
Am folgenden Sonntag stand das Armbrustschießen aus dem Jahre 1949 auf dem Programm. Hierbei konnte Hans Härtelt (Floers) den alles entscheidenden Schuss platzieren. Beide Nostalgieschießen wurden von den zahlreichen Zuschauern mit viel Beifall bedacht. Die glücklichen Schützen erhielten vom Verein zum Andenken an dieses Ereignis einen Erinnerungsorden.

Aufstellen des Vogelszoom
Aufstellen des Vogels
Ermittlung des Königs durch Keulenwerfenzoom
Ermittlung des Königs durch Keulenwerfen
 
Gratulation an den König Guido Appelhans, Neuhofszoom
Gratulation an den König Guido Appelhans, Neuhofs
amtierender König Gisbert Eickler und der König vom Samstag Guido Appelhanszoom
amtierender König Gisbert Eickler und der König vom Samstag Guido Appelhans
 
Patronatsfest mit Erzbischof Johannes Joachim Degenhardt am 17.9.2000zoom
Patronatsfest mit Erzbischof Johannes Joachim Degenhardt am 17.9.2000
Plakat Historische Strassezoom
Plakat Historische Strasse
 
 
 
 

2003

neuer Hauptmann und Vorsitzender der St. Hubertusschützenzoom
neuer Hauptmann und Vorsitzender der St. Hubertusschützen

2003 wird Georg Padberg (Sonnenhangs), welcher bereits seit 1982 als stellvertretender Hauptmann dem Vorstand angehörte, zum neuen und damit elften Vorsitzenden und Hauptmann in der Vereinsgeschichte gewählt.

Der bis dahin amtierende Vorsitzende Heribert Appelhans, Neuhofs, wird zum Ehrenvorsitzenden ernannt

Heribert Appelhans, jetzt Ehrenvorsitzender des Schützenvereinszoom
Heribert Appelhans, jetzt Ehrenvorsitzender des Schützenvereins
 
 
 

2004

2004 wurde das Hallendach komplett erneuert. Dies war einerseits nur durch einen beispielhaften Arbeitseinsatz, besonders durch Vorstandsmitglieder, zum anderen durch die finanzielle Unterstützung der Stadt Winterberg zu stemmen.

Hallendachzoom
Hallendachzoom
Hallendachzoom
Hallendachzoom
Hallendachzoom
Hallendachzoom
Hallendachzoom
Hallendachzoom
 
 
 

2007-2010 Thekensanierung

Neugestaltung der großen Thekezoom
Neugestaltung der großen Theke
Neugestaltung der großen Thekezoom
Neugestaltung der großen Theke
Neugestaltung der kleinen Thekezoom
Neugestaltung der kleinen Theke
 

2007 wurde die große Theke komplett umgestaltet. Weiter wurde die Fassade hinter der Theke durch Gerhard Kießler (Bergentals) durch Wandmalereien erheblich aufgewertet.
2008 erhielt die große Theke ein mit Schindeln aufgesetztes Dach.
2010 erfolgte die Erneuerung der kleinen Theke, ebenfalls mit einem neuen Schindeldach versehen.

 
 
 

2009 Beginn der Vorbereitungen für das 125-jährige Jubelfest

2009 wurde unter Leitung von Georg Padberg (Sonnenhangs) ein Ausschuss gebildet, welcher die Geschichte des Schützenvereins aufarbeiten sollte um das Ergebnis in einer Vereinschronik zum bevorstehenden 125-jährigen Jubiläumsfest im Jahr 2012 zu dokumentieren.
Für die administrativen Aufgaben konnte Ewald Stahlschmidt (Friederichs), für das Design bis zur Drucklegung Stefanie Stahlschmidt gewonnen werden. Mit Heribert Appelhans (Neuhofs), langjähriger Adjutant und Hauptmann des Schützenvereins konnte stets auf einen großen Erfahrungsschatz, verbunden mit vielen Geschichten von und rund um das Schützenwesen zurück gegriffen werden. Um die Kosten für diese Vereinschronik in Grenzen zu halten, bemühte sich Heinz Josef Gerlach (Geilen) unermüdlich um entsprechende Werbeträger. Weitere Unterstützung erhielt das Team durch die Vorstandsmitglieder Friedel Stahlschmidt (Eichhoffs), Alois Sauerwald, Nico Peters und Christoph Sauerwald, welch sich ebenfalls viele Stunden mit der Historie und Gegenwart beschäftigten.

 
 

2010 Treffen der ehemaligen Könige

2010 findet am 14. August ein Treffen der ehemaligen Könige in der „Sauren Wiese“ statt. Es war eine gesellige und harmonische Veranstaltung. Alle Beteiligten waren sich anschließend einig, Treffen dieser Art in nicht regelmäßigen Abständen zu wiederholen.

gesellige Stunden beim Treffen der ehemaligen Königezoom
gesellige Stunden beim Treffen der ehemaligen Königezoom
 
 
 
 

2011

2011 erfolgte die Renovierung der Küche und des Speiseraums. Die Küche wurde an den Wandseiten raumhoch verfliest, ein neuer Fußboden verlegt. Weiter wurden neue Edelstahlgeräte angeschafft. Der Speiseraum erhielt ebenfalls einen neuen Fußboden, einen neuen Anstrich und die Durchreiche Küche / Speiseraum wurde neu gestaltet.
Ebenfalls erhielt die Halle einen neuen Außenanstrich und der Giebel Richtung Norden wurde verschiefert. Ein Emblem vom Patron des hl. Hubertus wurde ebenfalls mit Schieferarbeiten in den Giebel eingearbeitet.

Weiter erhielt die Dorfhalle einen neuen Innen- und Außenanstrich

Renovierung der Küche und Speiseraumzoom
Renovierung der Küche und Speiseraum
Renovierung der Küche und Speiseraumzoom
Renovierung der Küche und Speiseraum
Renovierung der Küche und Speiseraumzoom
Renovierung der Küche und Speiseraum
der Giebel wurde neu verschiefertzoom
der Giebel wurde neu verschiefert
Renovierung der Küche und Speiseraumzoom
Renovierung der Küche und Speiseraum
eingearbeitet der Schutzpatron
"St. Hubertus"zoom
eingearbeitet der Schutzpatron
"St. Hubertus"
 
 
 
 

2012 Jubiläumsjahr anlässlich des 125-jährigen Bestehen des Schützenvereins

Der Schützenverein St. Hubertus Grönebach 1887 e.V. feiert sein 125-jähriges Bestehen. Es waren sicherlich herausragende Festveranstaltungen der Vereinsgeschichte, welche am 15. Januar mit einem Seniorentag im Gasthof Appelhans; am 3. März mit einem Chronikabend in der Dorfhalle und einem eigens für dieses Ereignis geschaffenes Jubiläumsschützenfest am 12. und 13. Mai 2012 gefeiert wurde.

8.Januar
Ein unterhaltsamer Nachmittag mit vielen Informationen
Zum traditionellen Seniorennachmittag, der im nächsten Jahr bereits zum 50. Mal gefeiert werden kann, hatte die Dorfgemeinschaft Grönebach in den Saal des Gasthofes Appelhans eingeladen. Ein abwechslungsreiches Programm, welches Grönebachs letzter Schulleiter, Rektor a.D. Norbert Spratte, bereits zum zwölften Mal ausgearbeitet hatte und selbst moderierte, waren Garant für unterhaltsame, gemütliche und informative Stunden. Zu Beginn des Kaffeetrinkens konnte der derzeitige Vorsitzende der Dorfgemeinschaft, Ulrich Herrmann, Löschgruppenführer der Löschgruppe Grönebach, die älteren Mitbürger des Dorfes begrüßen. Bevor Rechtsanwalt i.R. Nikolaus Schäfer aus Medebach, vielen als Geschichts- und Heimatfreund bekannt, als Referent des Nachmittags über die geschichtliche Bedeutung der Herren von Gaugreben in der Grafschaft Grönebach seine aufmerksamen Zuhörer begeisterte, richteten Msgr. Dr. Wilhelm Kühne und Bürgermeister Werner Eickler ebenfalls Grußworte an die Senioren.
Dr. Kuhne wusste zu berichten, dass es einer seiner ersten Amtshandlungen vor 20 Jahren war, als er seine Tätigkeit in der St. Lambertus Gemeinde aufnahm, den Festvortrag zum damaligen Altentag in der Dorfhalle zu halten. Über alle größeren Themenbereiche, die die Stadt Winterberg zurzeit berühren, wurden die Senioren von ihrem ersten Bürger informiert.
Werner Eickler hob besonders die Leistungen des Schützenvereins hervor, die dieser mit Unterstützung der Stadt bei den Verbesserungen in und an der Dorfhalle in Hinblick auf das 125jährige Schützenjubiläum erbracht hat.
Nicht nur Wissenswertes aus der Vergangenheit, sondern auch über aktuelle Themen wussten sowohl der stellvertretende Vorsitzende des Kirchenvorstandes, Heinz- Josef Gerlach, als auch Ortsvorsteher Josef Krevet zu berichten. Aufgelockert wurde das Programm durch den Blick einer Wahrsagerin in die Glaskugel, durch Ratespiele und ein Prominentenraten. Hier handelte es sich um ein vierbeiniges Lebewesen aus einem prominenten Haushalt, dem Kater „Friedolin".
Zum Grönebacher Altentag gehört auch, dass sich die örtlichen Vereine an der Programmgestaltung beteiligen. In diesem Jahr war der Gemischte Chor an der Reihe, der die Ältestenehrung mit Liedbeiträgen musikalisch umrahmte. Mit dem traditionell gemeinsam gesungenen Lied „Üb immer Treu und Redlichkeit..." endete der Seniorentag 2012.

Programm des Seniorentages 2012zoom
Programm des Seniorentages 2012
Seniorentagzoom
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2012 - Großer Chronikabend in der Dorfhalle

Es folgte der 3. März 2012. Dieser Abend stand ganz im Zeichen der Aufarbeitung und Dokumentation der letzten 125 Jahre Schützengeschichte. Insgesamt folgten über 350 Grönebacher der Einladung der St. Hubertus-Schützen. Viele Grönebacher, welche ihre Wurzeln im Ort haben sind teilweise von fern angereist, um dieser Veranstaltung beizuwohnen.
Nach Begrüßung durch den Vorsitzenden und Hauptmann Georg Padberg (Sonnenhangs) wurde dann weit, bis zur Gründung der damals noch genannten „Schützengesellschaft Grönebach“, zurückgeblickt.

Erst stellte Ewald Stahlschmidt (Friederichs) die druckfrische Buchchronik dem interessieren Publikum in eindruckvoller Manier vor. In vielen Monaten und unzähligen Stunden wurde die neue Vereinschronik von einem eigens, unter Leitung vom Vorsitzenden Georg Padberg (Sonnenhangs) einberufenen Chronikteams, zusammengestellt. Bereits 2009 konnte Ewald Stahlschmidt (Friederichs) als Redakteur für diese neue Chronik gewonnen werden, Ehrenvorsitzender Heribert Appelhans (Neuhofs) stand mit seinem großen Erfahrungs- und Wissensschatz ebenso jederzeit zur Verfügung, wie für die „Übersetzung“ der Sütterlin-Schrift Dr. Werner Herold vom Geschichtsverein Winterberg, Alfred Hitzegrad und Dr. Msgr. Wilhelm Kuhne. Stefanie Stahlschmidt zeigte sich für das Design der Festschrift verantwortlich. Da bereits zum 100-jährigen Bestehen des Schützenvereins im Jahre 1987 bereits eine Chronik der ersten 100 Jahre geschaffen wurde, wurden diese ersten 100 Jahre nochmals überarbeitet und in abgekürzter Form zusammengefasst. Weiter wurden die letzten 25 Jahre der Vereinsgeschichte ausführlich behandelt. 

Das Buch zum 125-jährigen Jubiläumzoom
Das Buch zum 125-jährigen Jubiläum
Einblickezoom
Einblicke
in das gelungene "Werk"zoom
in das gelungene "Werk"
 
 

 Es wurden die einzelnen Kapitel der Chronik kurz angerissen und einige Geschichten während der Erstellung dieses rundum gelungenen Werkes zum Besten gegeben. In gewohnt souveräner Manier hat es Ewald Stahlschmidt (Frirderichs) verstanden, den Zuhörer zu fesseln, jedoch nicht allzu viel Inhaltliches zu verraten, dafür aber die Lust auf dieses Buch bei jedem einzelnen Zuhörer um so mehr geweckt. Die Chronik umfasst 164 Seiten, verbunden mit vielen Bildern und Dokumenten.

 
 
Lothar Winterzoom
Lothar Winter
präsentierte seinezoom
präsentierte seine
 
beeindruckende Fotoshow und lies 125 Jahre Revue passierenzoom
beeindruckende Fotoshow und lies 125 Jahre Revue passieren

Im Anschluss an die Vorstellung der „Buchchronik“ hatten sich die Schützen zu ihrem 125-jährigen Bestehen etwas Besonderes einfallen lassen:
Lothar Winter (Winters), bereits zweimaliger Schützenkönig der St. Hubertus-Schützen, hatte bereits im Jahr 2010 alle Grönebacher aus nah und fern aufgerufen, alles nur erdenkliche Bildmaterial , alte Videos und sonstige Dokumente, welche mit dem Grönebacher Schützenwesen im Zusammenhang stehen, dem Verein zur Verfügung zu stellen. In unzähligen Stunden, und unter Mithilfe vieler Dorfbewohner hat Lothar Winter eine außergewöhnliche Fotoshow erstellt. Er hat die Zuschauer auf eine höchst emotionale Zeitreise mitgenommen, dargeboten auf einer großer Leinwand mit mondernstem Equipment.
Nach Gründung des Schützenvereins St. Hubertus 1887 e.V. und den ersten Schützenfesten begannen bereits die zwei Weltkriege. Neben brennenden Fackeln wurde für jeden Gefallenen und Vermissten dieser zwei Weltkriege jeweils eine Kerze durch den amtierenden Jungschützenkönig Daniel Koch und dem Hauptmann Georg Padberg entzündet. Jeder Gefallene wurde hierbei bildlich gezeigt bzw. aufgeführt, untermalt mit Musikstücken „Ich bete an die Macht der Liebe“ ; dem Trompetensolo „Mein guter Kamerad“ und dem Stück „Amazing Grace“ wurde auch der jüngere Zuschauer sehr nachdenklich gestimmt.

 

Hier ist sicherlich einem Jeden bewusst geworden, welches Leid durch die Kriegsjahre in unsere Familien gebracht wurde. Die Gefallenenehrungen bei Schützenfesten und Volkstrauertagen wird zukünftig wohl mehr als nur eine beiläufige Geste empfunden.
In der Folge wurde neben den Schützenfesten bis zum heutigen Tag, bei welchen sich die Kaiser, - und Königspaare die Hand gaben, auch die Dorfgeschichte der letzten 125 Jahre aufgearbeitet. Weiter wurde der Spielmannzug Grönebach von seiner Gründung bis heute berücksichtigt, so das auch viele Spiel- frauen und Männer ihre helle Freude am Gezeigten hatten. Neben den eigentlichen Hochfesten ist auch so manche Vor- und Nachfeier auf’s Korn genommen worden.. So gab es viele „Lacher“, bei denen sich so mancher Zuschauer selbst als „Hauptdarsteller“ wieder fand.
Beim Einblenden bereits verstorbener, und verdienter Schützen kam es immer wieder zu lang anhaltendem Applaus aller Zuschauer, welcher wieder für eine eigene und einzigartige Gäneshaut-Stimmung in der sehr gut besuchten Dorfhalle sorgte.
Alle Anwesenden waren sich im Anschluss einig, es war ein kurzweiliger, emotionsgeladener Abend mit vielen Worten, Dokumenten, Bildern und Videoausschnitten, welcher viele Grönebacher und Gäste wieder ein wenig näher zusammen rücken lies.

Eine phantastische Stimmung ...zoom
Eine phantastische Stimmung ...
... mit über 350 Grönebachern ...zoom
... mit über 350 Grönebachern ...
... lies das Dorf zusammenrücken.zoom
... lies das Dorf zusammenrücken.
 
 
 

17. März

An diesem Abend wurde die Feier „100 Tage vor Schützenfest“ von den Jungschützen ausgerichtet. Diese mittlerweile seit vielen Jahren durchgeführte Veranstaltung findet seit 2002 in der Dorfhalle statt. An diesem Abend konnten auch wieder viele Gäste aus nah und fern begrüßt werden und unter musikalischer Mitwirkung der Schlossbergrebellen wurde bis in die frühen Morgenstunden gefeiert.

Neuer vereinsinterner Hubertusorden

Heribert Appelhans, langjähriger Adjutant, Hauptmann und seit 2003 Ehrenvorsitzender der St. Hubertusschützen, hat in vielen Stunden einen neuen, vereinsinternen Hubertusorden entworfen. In der Mitte des Ordens ist der Vereins - Patron "St. Hubertus", links das Wappen des Sauerländerschützenbundes und an der rechten Seite des St. Hubertus das Grönebacher Dorfwappen eingearbeitet. Darunter befindet sich die Inschrift "Für besondere Verdienste". Umlaufend ist der Name "Schützenverein St. Hubertus Grönebach 1887 e.V.", veredelt mit jeweils 90°  versetzten Eichenlauben, dargestellt. Entgegen dem neuen Logo des Schützenvereins Grönebach ist das Abbild des Patron`s "St. Hubertus" ist aus der 2. Fahne entnommen worden. Nachdem Heribert Appelhans das Design festgelegt hatte, wurden 20 dieser Orden bei der Fa. Schnorbus aus Züschen in Auftrag gegeben. Das Ergebnis konnte sich wirklich sehen lassen, so sind die Vorgaben von Heribert Appelhans durch die Firma Schnorbus in feinster und akkurater Arbeit umgesetzt worden.
Die erste Verleihung dieses vereinsinternen Ordens erfolgte auf dem 125-jährigen Jubelfestes.Heribert Appelhans, Neuhofs überreichte diesen dem amtierenden Hauptmann und Vorsitzenden Georg Padberg, Sonnenhangs.
Der vereinsinterne Hubertusorden soll zukünftig entgegen den Regeln vom SSB oder Kreisschützenbund nicht nach festgelegten Jahren Vorstandsarbeit, sondern für Schützenbrüder, welche sich durch besonderes Engagement eingesetzt haben, verliehen werden. Die Festlegung, welcher Schützenbruder diesen Orden bekommt, wird durch den Schützenvorstand festgelegt.

Entwurf auf dem Papierzoom
Entwurf auf dem Papier
Festlegung des Designzoom
Festlegung des Design
 
das fertige und begehrte Meisterwerkzoom
das fertige und begehrte Meisterwerk
 
 
 

12. – 13- Mai 2012 Jubiläumsschützenfest

Den Auftakt am Samstag des 125-jährigen Jubelfest war den kleinen Dorfbewohnern vorbehalten. Mit einem Luftballonwettbewerb ließen viele Kinder aus dem Ort die bunten Flugobjekte gen Himmel steigen, welches für ein imposantes und farbenfrohes Bild am Horizont sorgte.
Im Anschluss fand das Schützenhochamt mit musikalischer Untermalung durch den Musikverein Medelon statt. Nach der anschließenden Gefallenenehrung mit Kranzniederlegung setzte sich der Zug Richtung Dorfhalle in Bewegung. Nach Begrüßung durch den Hauptmann Georg Padberg (Sonnenhangs) wurde unter den bisherigen Königen der Grönebacher St. Hubertusschützen um die Kaiserwürde gerungen. Das Kaiserschießen wurde erstmalig auch in der Dorfhalle übertragen. Die Bilder vom Schießen wurden live auf einer Leinwand projiziert, dieses Erlebnis wurde von vielen Festbesuchern dankend angenommen und gewürdigt. Den „kaiserliche Schuss“ konnte der amtierende Schützenkönig Udo Kießler setzen. Ihm zur Seite stand seine Frau Simone Kießler.
Ein weiterer Höhepunkt des 125-jährigen Jubelfestes war zweifelsfrei der „Große Zapfenstreich“, gespielt vom Musikverein Medelon und dem Spielmannszug Grönebach, welcher unter Mitwirkung der Freiwilligen Feuerwehr, am Samstagabend in der Dorfmitte unterhalb der St. Lambertuskirche am Ehrenmal. Musikverein, Spielmannszug, Fackelträger und die Fahnenabordnungen, auch von Gastvereinen, gaben ein imposantes Bild ab und sorgten für eine ganz besondere Atmosphäre.
Am Sonntag erlebten viele Zuschauer einen großen Festzug, welcher sich von Gepo (Potthoffs) in Bewegung setzte. Enorme Menschenmengen jubelten den Vereinen aus dem Stadtgebiet Winterberg zu. Insgesamt sorgten acht Musikvereine im Festzug und auch anschließend in der Dorfhalle und dem eigens für das Jubelfest gemietete Festzelt auf dem alten Schulplatz für eine prächtige Stimmung. Weiter haben es die „Böllerrätze“ aus Züschen richtig „krachen“ lassen.

Das 125-jährige Jubelfest des Schützenvereins St. Hubertus war für alle Grönebacher und Gäste ein unvergessliches Erlebnis und wurde in großer Harmonie gefeiert.

Auftakt des Jubelfestes ...zoom
Auftakt des Jubelfestes ...
... zum Kaiserschießen ...zoom
... zum Kaiserschießen ...
... Udo Kießler ...zoom
... Udo Kießler ...
... für die "Kleinen" ...zoom
... für die "Kleinen" ...
... beim Kaiserschießen ...zoom
... beim Kaiserschießen ...
... bei der Proklamation ...zoom
... bei der Proklamation ...
 
... Kaiserpaar Udo und Simone Kießler ...zoom
... Kaiserpaar Udo und Simone Kießler ...
 
Der große Zapfenstreich unter der St. Lambertuskirchezoom
Der große Zapfenstreich unter der St. Lambertuskirche
Prachtvoller Festumzug am Sonntagzoom
Prachtvoller Festumzug am Sonntag
 
 
 
Grönebach Wappen