Grönebachzoom

Chronik Schützenverein St. Hubertus Grönebach 1887 e.V.

1885

Bereits 1885 entschlossen sich bereits ein paar beherzte Männer einen Schützenverein zu gründen. Nach einem Jahr der Ablehnung, vor allem bei jungen Männern, war die Bereitschaft und der Drang so groß, das Ende 1886 alle Vorbereitungen abgeschlossen sind. 

1887

Eduard Herrmann, Gritten
Eduard Herrmann, Gritten

In der Gründungsversammlung am 7.1.1887 versammeln sich 48 Männer im Gasthof Jodokus Sauerwald, Niggemanns. Auf Grund der guten Vorarbeit wird bereits der gesamte Vorstand gewählt. Hauptmann und zugleich erster Vorsitzender wird Eduard Herrmann, Gritten. Weiter wird die vorbereitete Satzung gebilligt und verabschiedet.

Das erste Schützenfest wurde in einem Lakenzelt auf „Ackers Hof“ gefeiert.

 

1888

1888 muss die erste Vereinssatzung in Kraft getreten sein. Die erste Satzung der 
Schützengesellschaft beinhaltet in 48 Statuten nicht nur die Rechte und Pflichten der Vereinsmitglieder, sie beschreibt auch im Detail, nach welchen Regeln die Schützenfest, Versammlungen und Wahlen durchzuführen sind. Die Satzung ist ein Dokument der Zeitgeschichte uns spiegelt das national-monarchistische Empfinden des 1871 gegründeten Kaiserreichs wieder. Wann genau die Satzung beschlossen wurde, ist wegen der fehlenden Datumsangabe nicht erkennbar. Auch fehlen die verbindlichen Unterschriften des Vorstandes und die damals vorgeschriebene Bestätigung durch die Polizeibehörde. Im Artikel 48 ist jedoch angegeben, dass die Gesellschaft am 1. Januar 1888 in solidarische Verpflichtung tritt. Diese Angabe lässt den Schluss zu, das ab diesem datum die Satzung für die Mitglieder der Schützengesellschaft Grönebach verbindlich wurde. Ein Hinweis auf den Namenspatron „St. Hubertus“ fehlt.Der Artikel 48 ist nachträglich gestrichen worden. Eine von der Polizeiverwaltung und vom Amtmann am 13. Juli 1896 genehmigte Satzung mit 55 Paragraphen löste das erste Regelwerk ab. Im Vorwort der Satzung von 1896 ist vermerkt, das hierdurch „die Statuen vom 21. Januar 1888 aufgehoben werden.

1888 muss die erste Vereinssatzung in Kraft getreten sein. Die erste Satzung der 
Schützengesellschaft beinhaltet in 48 Statuten nicht nur die Rechte und Pflichten der Vereinsmitglieder, sie beschreibt auch im Detail, nach welchen Regeln die Schützenfest, Versammlungen und Wahlen durchzuführen sind. Die Satzung ist ein Dokument der Zeitgeschichte uns spiegelt das national-monarchistische Empfinden des 1871 gegründeten Kaiserreichs wieder. Wann genau die Satzung beschlossen wurde, ist wegen der fehlenden Datumsangabe nicht erkennbar. Auch fehlen die verbindlichen Unterschriften des Vorstandes und die damals vorgeschriebene Bestätigung durch die Polizeibehörde. Im Artikel 48 ist jedoch angegeben, dass die Gesellschaft am 1. Januar 1888 in solidarische Verpflichtung tritt. Diese Angabe lässt den Schluss zu, das ab diesem datum die Satzung für die Mitglieder der Schützengesellschaft Grönebach verbindlich wurde. Ein Hinweis auf den Namenspatron „St. Hubertus“ fehlt.Der Artikel 48 ist nachträglich gestrichen worden. Eine von der Polizeiverwaltung und vom Amtmann am 13. Juli 1896 genehmigte Satzung mit 55 Paragraphen löste das erste Regelwerk ab. Im Vorwort der Satzung von 1896 ist vermerkt, das hierdurch „die Statuen vom 21. Januar 1888 aufgehoben werden.

Statuenzoom
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1892

Rechnungen für die Schützen in der Gründerzeit weisen aus, dass das Rechnungswesen pingelig genau genommen wurde, das die Buchführung in Ordnung war und sie lassen darauf schließen, das wohl die Schützen sparsam waren oder sein mussten, dazu dokumentieren die Belege auch nach Verzehrgewohnheiten im Jahre 1892 und Umstände, wie sie heute nicht mehr vorstellbar sind. So sind zwei Pack Lichte aufgeführt, was daran erinnert, das es noch kein elektrisches Licht gab. Sicher wurde das Schützenfest mit damals üblichen Petroleumlampen erleuchtet und man brauchte zusätzlich, vielleicht auch zu besonderer Feierlichkeit, noch Lichte.

Weiter fallen als größter Posten 25 1/2 Pfund Würfelzucker auf. Offenbar wurde viel Kaffee getrunken. Ein Brot kostete 50 Pfennig, musste aber sicherlich nicht klein gewesen sein. Als Spirituosen gab es "Kümmel", "Bitteren" und "Steinhäger", und es fällt auf, das der "Steinhäger", wohl hochprozentig, doppelt so teuer wie "Bitterer" war und das die Flasche "Selters" für 10 Pfennig zu haben war.

Rechnungenzoom
Rechnungenzoom
Rechnungenzoom
 
 

1897

Das älteste verfügbare Bild des Schützenvereins St. Hubertus wird für das Jahr 1897 datiert. Der Verein, damals gerade 10 Jahre alt, stellte sich stolz vor der eigenen Halle dem Fotografen.zoom
Das älteste verfügbare Bild des Schützenvereins St. Hubertus wird für das Jahr 1897 datiert. Der Verein, damals gerade 10 Jahre alt, stellte sich stolz vor der eigenen Halle dem Fotografen.

1908

Grönebach um 1908zoom
Grönebach um 1908
Grönebach um 1908zoom
Grönebach um 1908
Sanders um 1908zoom
Sanders um 1908
Blick auf Antoniusstraßezoom
Blick auf Antoniusstraße
 

1912

Fritz Kießler,
Bozenzoom
Fritz Kießler,
Bozen

Fritz Kießler (Bozen) wird zum neuen Vorsitzenden und Hauptmann gewählt. Er löste den ersten Vorsitzenden Eduard Herrmann (Gritten) ab. Dieser verstarb tragischer weise am Vorabend des 25-jährigem Gründungsfest am 21. Juni 1912

neue Fahne zum 25-jährigen Gründungsfestzoom
neue Fahne zum 25-jährigen Gründungsfestzoom
 

1912 wurde anlässlich des 25-jährigen Gründungsfest eine neue Fahne angeschafft, Die Inschrift und das Bildnis weisen erstmals auch den Patron „St. Hubertus“ hin. Diese Fahne wird auch heute noch in den Festumzügen mitgeführt.

 

Bittgesuch Josef Schulte vom 8.5.1912. Er bat mit diesem Schreiben um Beurlaubung des Trainsoldaten Schulte für das 25-jährige Jubiläum. Er war 1911-1912 Schützenkönig. Für diesen Brief bekam Josef Schulte eine Woche Sonderurlaub.

Bittgesuch Josef Schultezoom
Bittgesuch Josef Schultezoom
Bittgesuch Josef Schultezoom
Bittgesuch Josef Schultezoom
 

1914 - 1918

In dieser Zeit bestimmte der erste Weltkrieg das Geschehen. Ein gesondertes Kapitel zu den Gefallenen finden Sie im Kapitel „Gefallene und Vermisste der Weltkriege“

1918

In der Wieder-Aufbau-Phase nach dem ersten Weltkrieg hatten die Schützen Josef Herrmann, Gritten, den Sohn des verstorbenen ersten Schützenhauptmanns, zum Hauptmann und ersten Vorsitzenden gewählt, der mit Tatkraft in die Spuren seines Vaters trat. 

Josef Herrmann,
Grittenzoom
Josef Herrmann,
Gritten
 

1919 - 1920

Josef Padberg, als Geck-Königzoom
Josef Padberg, als Geck-König

1919 sollte ursprünglich kein Schützenfest gefeiert werden. Nach den Entbehrungen der Kriegsjahre bestand aber offensichtlich ein Nachholbedarf an festlichen Veranstaltungen. Von jugendlichen Männern wurde als Reaktion wegen des beabsichtigten Ausfalls des Schützenfestes der Verein „Frohsinn“ gegründet. Der Schützenvorstand reagierte und veranstaltete 1919 doch ein Schützenfest. Ein Versuch, den Verein für junge Männer durch Schießen eines Geck-Königs attraktiver zu machen, war nicht erfolgreich. Überliefert ist lediglich, das 1920 der Schützenkönig des Jahres 1919, Josef Padberg, als Geck-König ermittelt und mit einem Ochsengespann beim Festzug durch das Dorf gefahren wurde.

 

1920 Festumzüge Anfang der 20er Jahre

Festumzüge Anfang der 20er Jahrezoom
Festumzüge Anfang der 20er Jahrezoom
Festumzüge Anfang der 20er Jahrezoom
Festumzüge Anfang der 20er Jahrezoom
 

1925

1925 entstand dieses Gruppenbild, welches auf dem Schützenfest festgehalten wurde. Im Hintergrund ist die 1889 erbaute Schützenhalle zu sehen.zoom
1925 entstand dieses Gruppenbild, welches auf dem Schützenfest festgehalten wurde. Im Hintergrund ist die 1889 erbaute Schützenhalle zu sehen.

1926

1926 wurde Albert Harbecke (Greben) als neuer Vorsitzender und Hauptmann von der Generalversammlung gewählt.

Alfred Harbecke, Grebenzoom
Alfred Harbecke, Greben
 

1928 Das Ehrenmal für die Gefallenen

1928 Weihfeier am 22. Juli 1928: Schwarz-weiß-rote Fahnen bauschten sich im Wind, das Denkmal ist noch verhüllt. Zu der Feier hatten die Grönebacher Schützen auch Vereine mit Fahnenabordnungen aus der Nachbarschaft eingeladen.zoom
1928 Weihfeier am 22. Juli 1928: Schwarz-weiß-rote Fahnen bauschten sich im Wind, das Denkmal ist noch verhüllt. Zu der Feier hatten die Grönebacher Schützen auch Vereine mit Fahnenabordnungen aus der Nachbarschaft eingeladen.
Das Kriegerdenkmal, wie es früher genannt wurdezoom
Das Kriegerdenkmal, wie es früher genannt wurde

Einem Ehrenmal für die Gefallenen galt, seit Kriegopfern gedacht werden musste, immer die besondere Sorge des Schützenvereins. Nach dem ersten Weltkrieg sind viele Jahre ins Land gegangen ehe eine würdige Gedächtnisstätte errichtet war. Es ist nicht überliefert, welche Schwierigkeiten den Bau eines Kriegerdenkmals verhinderten. Es könnten Finanzierungsnöte gewesen sein. Die fortschreitende Inflation bis zum November 1923 hatte Ersparnisse wertlos gemacht. Und es könnte sein, das Grundstücksfragen nicht gelöst werden konnten, nachdem sich die wirtschaftlichen Verhältnisse gebessert hatten. Dafür spricht, das ein Kriegerdenkmal erst Ende der 20er Jahre, dann aber auf privatem Grund, errichtet wurde.
Gegenüber vom Bozen – Anwesen hatte an der Hauptstrassse des Dorfes Fritz Stahlschmidt (Hoffmanns), und zu einem kleinen Teil auch Fritz Hitzegrad (Dreggers), Gelände für den Bau eines Denkmals zur Verfügung gestellt. 1927 wurden die Verhandlungen abgeschlossen. Hauptmann und Vorsitzender Albert Harbecke (Greben), der auch den ersten Anbau an der Schützenhalle entscheidend in die Wege geleitet hatte, mag auch entsprechend für das Ehrenmal tätig geworden sein. Die Älteren im Dorf erinnerten sich daran, das die Silvestersammlung wesentlich zur Finanzierung des Kriegerdenkmals beigetragen hat.
Aus Bruchsteinen wurden die Mauern aufgeführt, die im Frontteil, mit Kreuz über einer Kugel und Stahlhelm dekoriert, die Gedenktafeln umschlossen. Emblem der beherrschenden Tafel war ein flammendes Herz mit sieben Kreuzen, darunter ein Schriftband „Sei getreu bis in den Tod“. Auf seitlichen Tafeln, an deren Kopf das „Eiserne Kreuz“ ausgebildet war, standen die Namen der Kriegstoten vom ersten Weltkrieg. Die Mauern, nach der  Strasse hin von einem schmiedeeisernen Tor abgeschlossen, waren mit Bewuchs, der niedrig gehalten wurde, eingegrünt.
Am 22. Juli 1928 erhielt das erste Ehrenmal für die Gefallenen die Weihe. An der Feier nahmen auch Schützen- und Kriegervereine aus der Nachbarschaft teil.
Nach dem zweiten Weltkrieg sorgten dann Schützen dafür, das in die seitlichen Mauern Gedenktafeln mit den Namen der Gefallenen und Vermissten eingelassen wurden.
Dieses erst Ehrenmal musste dann dem Ausbau der neuen Ortsdurchfahrt, für die auch zusätzliches Gelände für Bürgersteige gebraucht wurde, weichen. 1979 wurde es abgebrochen

 

1930

1930 wird Heinrich Sauerwald zum neuen Vorsitzenden gewählt. In der Politik ging es aufgrund der Weltwirtschaftskrise „drunter und drüber“. Widerstrebende Meinungen führten zu unliebsamen Auseinandersetzungen innerhalb des Vereins. Diese nahmen mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten weiter zu. Auf dem Schützenfest 1933 traten sowohl der König als auch einige Männer in SA-Uniform an. Es wurde daher als das „braune Fest“ bezeichnet. Nachdem bekannt wurde, dass auch der Schützenverein gleichgeschaltet und dem Verein für Erziehungs- und Leibesübungen angeschlossen werden sollte, stellte er nach dem „braunen Fest“ sein Amt zur Verfügung. Aug Veranlassung des damaligen NSDAP-Ortsgruppenleiter Josef Fresen (Körners) wurde Wilhelm Hermann (Scheuern) zum Hauptmann und „Führer“ ernannt. Der gesamte Vorstand erklärte in seiner Sitzung am 6. Januar 1934 im Gasthof Friederich Stahlschmidt (Niggemanns) seinen Rücktritt.

Heinrich Sauerwald, Olbeszoom
Heinrich Sauerwald, Olbes
 

1934

Wilhelm Herrmann,
Scheuernzoom
Wilhelm Herrmann,
Scheuern

1934 wurde Wilhelm Hermann (Scheuern) zum neuen Vorsitzenden und Hauptmann durch den Ortsgruppenleiter der NSDAP „ernannt“. Der am 30. Dezember ernannte Vorstand setzte sich wie folgt zusammen:
Wilhelm Hermann (Scheuern)                Vorsitzender und Hauptmann
Wilhelm Donner (Gockeln – Vechte)         Stellvertreter
Paul Kießler (Bozen)                               Kassierer
Paul Appelhans (Herrmans)                     stv. Schriftführer
Ernst Stahlschmidt (Schlöters)                 Beirat
Heinrich Herrmann (Menten)                     Fahnenoffizier
Fritz Hitzegrad (Kleinjohans)                    Adjutant
Heinrich Hermann (Hilzen)                       Fähnrich
August Eickler (Borgmanns)                    Fahnenoffizier
Karl Kießler (Bozen)                                Königsoffizier
Josef Grosche (Ackers)                           Königsoffizier
August Padberg (Sommers)                     Reserveoffizier
Albert Schulte (Brüggemanns)                  Reserveoffizier

 

1938

1937 hätte eigentlich das 50-jährige Vereinsjubiläum gefeiert werden können. Wegen der vereinsinternen Auseinandersetzungen in den Vorjahren war vermutlich aufgrund der politischen Situation keine Motivation für ein Jubelfest vorhanden.
Erst 1938 findet sich im Protokollbuch der Hinweis, das zum Jubiläum die Nachbarvereine eingeladen werden sollen.Ein Kaiserschießen, wie heute bei Jubiläen üblich, hat es nicht gegeben. Ältere Vereinsmitglieder, welche die Feste vor dem 2. Weltkrieg als Kinder miterlebten, können sich nicht an eine größere Festveranstaltung erinnern. Am Festsonntag 1938 dürfte es lediglich einen größeren Umzug mit den Gastvereinen aus der Nachbarschaft gegeben haben.

50-jähriges Vereinsjubiläumzoom
50-jähriges Vereinsjubiläumzoom
50-jähriges Vereinsjubiläumzoom
50-jähriges Vereinsjubiläumzoom
 
 

1939 begann der 2. Weltkrieg, welcher 1945 endete. Ein gesondertes Kapitel finden Sie im Kapitel „Gefallene und Vermisste der Weltkriege“

1947

Ansprache von Wilhelm Herrmann, Scheuernzoom
Ansprache von Wilhelm Herrmann, Scheuern

1947 wurde dann am 24. Juli ein Schützenball veranstaltet, welcher vom Musikverein „Cäcilia Winterberg“ bei einem Honorar von 400 Reichsmark und freier Verpflegung mitgestaltet wurde. Der Vorsitzende und Hauptmann Wilhelm Herrmann (Scheuern) ging in seiner Ansprache, mit bewegenden Worten auf die Entbehrungen der Soldaten ein und gedachte insbesondere der 33 gefallenen aus unserem Dorf.

 

1948

1948 konnte das erste Schützenfest in der Nachkriegszeit gefeiert werden. Dies fand am Sonntag, den 20. Juni, unter besonderen Umständen statt.
Die Getränke wurden noch in Reichsmark bezahlt. Dies war deshalb möglich, weil zuvor mit der Brauerei ein Tausch Getreide gegen Normalbier ausgehandelt worden war. Das Normalbier reichte allerdings nur für die Vereinsmitglieder. Die anderen Festbesucher mussten sich mit dem sogenannten „Fliegerbier“, einem rotgefärbten Dünnbier bescheiden. Ältere Bürger berichteten, das auf diesem Fest größere Mengen selbstgebrannten Schnaps gegen die neue DM umgesetzt wurden. Wegen des Waffenverbots musste der Vogel als Notlösung von einer kleineren Vogelstange mit Keulen abgeworfen werden. König wurde Alex Hanfland (Beckers), der seine Nachbarin Mia Donner (Donners / Fechtes) zur Königin wählte.

Alex Hanfland, Beckers
Mia Donner, Donnerszoom
Alex Hanfland, Beckers
Mia Donner, Donners
Heinrich Hermann, Hilzen im Gespräch mit Polizeimeister Beckerzoom
Heinrich Hermann, Hilzen im Gespräch mit Polizeimeister Becker
 
 

1949

Hauptmann Heinrich Hermann, Hilzenzoom
Hauptmann Heinrich Hermann, Hilzen

1949 wurde in der Generalversammlung am 2. Januar ein neuer Vorstand gewählt, welcher das Offizierkorps der letzen Vorkriegswahlen ablöste. Heinrich Hermann (Hilzen), welcher bereits seit 1934 als Fähnrich im Vorstand tätig war, wurde zum neuen Hauptmann und Vorsitzenden gewählt. Beim Königsschießen 1949 ging es schon etwas fortschrittlicher zu. Der Vogel wurde mit Pfeilen, die von zwei  Armbrüsten katapultiert wurde, abgeschossen. Friedel Sauerwald errang die Königswürde. Seine Königin und späterer Ehefrau Agnes Kießler stammte aus dem Hause Milchers.
Mit dem Ausmauern des Fachwerks begannen 1949 nach dem Krieg die permanenten Verbesserungen an der vereinseigenen Halle.

 

1950

1950 sind es Kleinkalieber-Gewehre, um dem Schützenvogel zu Leibe zu rücken. August Wiedemann, der Sohn einer aus Schlesien vertriebenen Familie, die in dem alten Haus Dreggers wohnte, errang die Königswürde. Zur Königin erwählte er Agnes Padberg (Sommers), die später seine Ehefrau wurde.
Die musikalische Gestaltung des Schützenfestes lag in den Händen des heute nicht mehr existierenden Musikvereins Deifeld. Weil allgemeine Motorisierung auch ansatzweise noch nicht eingesetzt hatte, wurde festgelegt, dass die Festmusik abwechselnd in zwei der damals vier Grönebacher Gasthöfe (Sauerwald, Olbes; Stahlschmidt, Niggemnans; Appelhans, Römers; Stahlschmidt, Kießels) untergebracht wurde.

Musikverein Deifeldzoom
Musikverein Deifeld
August Wiedemann, Dreggers,
 Agnes Padberg, Sommerszoom
August Wiedemann, Dreggers,
Agnes Padberg, Sommers
 
 

1952 Von Unvernunft als Trumpf: Der Ochse an der Theke

Auf „Ochsentour“ am Schützenfestmontag im Jahre 1952 (von rechts im Bild): Gerhard Kießler (Milchers) mit Knüppel, Gerhard Padberg (Panken) mit dem Ochsen am Seil und Hermann Büngener (Gröten). Spaß am Unternehmen hatten auch die Mädchen (ganz links) Margret Kießler (Milchrs und Helga Padberg (Maures).zoom
Auf „Ochsentour“ am Schützenfestmontag im Jahre 1952 (von rechts im Bild): Gerhard Kießler (Milchers) mit Knüppel, Gerhard Padberg (Panken) mit dem Ochsen am Seil und Hermann Büngener (Gröten). Spaß am Unternehmen hatten auch die Mädchen (ganz links) Margret Kießler (Milchrs und Helga Padberg (Maures).

Es mag im Dorf vieles an Scherzen und kleinen Boshaftigkeiten zu allen Zeiten gegeben haben. Eine Begebenheit vom Schützenfest-Montag des Jahres 1952 ist jedoch als der besondere Spektakel in Erinnerung geblieben. Auch die Heimatzeitung, „Westfalenpost“ hatte davon Notiz genommen und berichtet, das Unvernunft Trumpf gewesen sei, indem man einen Ochsen zur Zeche an die Theke geführt habe. Und sie befand im Vergleich: Was für die Briloner ihr heimliches Wappentier, der Esel sei, müsse wohl den Grönebachern der Ochse bedeuten, der so gezielt zur Mitfeier des Schützenfestes engagiert worden sei.
Genau ist es nicht mehr auszumachen, ob es nur ein spontaner Einfall, oder vielleicht doch eine Wette war, die darauf zielte, den Ochsen von Alfons Stahlschmidt (Schmiedes) zum nächsten Schützenzug mitzunehmen. Eben hatte man Franz Peters (Singes), der an der Vogelstange die neue Königwürde errungen hatte, im Zuge nach Hause geleitet. In der Gastwirtschaft Sauerwald (Olbes) feierte man, wie üblich, den Vogelschießen – Umtrunk noch nach. Für Wilhelm Padberg (Panken), Konrad Büngener (Gröten), Gerhard Kießler (Michers), Hermann Büngener (Gröten) und Gerhard Padberg  (Panken; heute Padberg – Felsengrund) war die Ochsenidee der Aufführung wert. Sie machten sich am vorgerückten Nachmittag auf, um von Schmiedes den Ochsen zu holen, schließlich war die Stunde der Präsentation des neuen Schützenkönigs im Montagsfestzug nicht mehr weit.

 

Wilhelm Padberg (Panken) und Konrad Büngener (Gröten), die sie die „Hehler“ nannten, wurden nach „Schmiedes“ vorgeschickt, um die Hausbewohner, an jenem Nachmittag nur „Tante Ida“ und ihre Tochter Änne, vorsichtshalber abzulenken. Die anderen drei begaben sich von der Rückseite des Anwesens her in den Stall – und sie waren fürchterlich enttäuscht. Der Stall war leer: Sollte denn ihnen jemand durch einen Streich ihren Streich versalzen? Immerhin dokumentierten sie ihre Anwesenheit, indem sie aus der Viehküche etliche Utensilien in die Viehstände buxierten. U.a. wurden Butterfass und Melkschemel auf die Futtertröge drapiert. Das vorhandene Maulgeschirr des Ochsen signalisierte, das der Gesuchte wohl auf der Weide sein könnte. Mit dem Geschirr und neuem Mut zogen die drei nun zum Pferch „In der Springe“, wo Schmiedes Ochse, selbstverständlich ahnungslos, stand. Gekonnt, schließlich sind Grönebachs Burschen den Umgang mit Rindvieh gewohnt, wurde Ochse „Hans“ an den Strick genommen und – nun, das wusste man noch nicht ganz genau, weil es bis zum Festzug noch eine Weile Zeit war.
Weil aber am Dorfeingang die Wirtschaft von Karl Stahlschmidt (Niggemanns) liegt und sich dort üblicherweise Schützenbrüder für den bevorstehenden Festzug zu stärken pflegen, keimte der Gedanke auf, das der Ochse eigentlich auch eine Stärkung nötig hätte. Gerhard Padberg (Panken) brachte also, lockend und zerrend, und unter Mithilfe recht amüsiert – begeisterter Gäste den recht verdutzten Ochsen an Stahlschmidt – Niggemanns Theke. Und aus dem vollbesetzten Lokal erhielt das Unternehmen Beifall, der mit der Neugierde auf kommendes Geschehen gepaat war. Unter „Prost Hans“ erhielt das stämmige Tier – seine 16 Zentner hatten, gar nicht verwunderlich, schon den Fußboden beben lassen – einen halben Liter des Gerstensaftes in die Schnauze gegossen. Es leckte sich noch den Schaum und den letzten Rest dieser recht ungewohnten Nahrung unter den Nasenlöchern weg und dann geschah es: Der Ochse kotete. Es kann die Angst der für ihn unbekannten Situation gewesen sein und als auslösender Faktor der Biergenuss, der beim Ochsen die vehemente Darmtätigkeit auslöste. Jedenfalls ergoss sich das verdaute Grünfutter über Tische, Stühle und Gläser. Die noch zahlreichen Gäste suchten sich ob der Bescherung in Sicherheit zu bringen. Und „Hans“ setzte noch einen Abschlusshaufen, den ein Prominenten – Stuhlstiz nicht fassen konnte. Es dampfte und stank, wie es sonst nur in einem Stall stinken konnte.
Gastwirt Niggemanns Karl, der gerade aus dem Keller gekommen war, wo er ein neues Fass Bier angeschlossen hatte, blickte tief erschüttert in die Runde. Erst langsam das ganze Ausmaß der Bescherung erfassend ließ er hierhin und dahin blickend, mehrmals wissen:
„Schützenbrüder ell gö sön, Schwönehunde söge!“, und das zuletzt mit Nachdruck.
Doch recht belämmert, weil man sich so die Ochsentour eigentlich nicht vorgestellt hatte, beeilte sich Gerhard Padberg, das immer noch konsternierte Tier nach draußen und wieder auf die Weide „In der Springe“ zu bringen. Mehr als 50 Leute, die inzwischen von diesem Vorkommnis gehört hatten, waren amüsiert bei diesem Abgang dabei. Aus „Schmiedes“ kamen „Tante Ida“ und Änne gelaufen und schimpften fürchterlich über die Unverschämtheit. Niggemanns Karl engagierte Panken’s Gerhard seine Mittäter zum Saubermachen, und er war selbstverständlich darauf bedacht dass das schnell und gründlich geschah. Wie, um dem Spektakel den letzen Pfiff zu geben, postierte sich noch die Schützenfestmusik, die gerade bei Eickler (Kordes) ein Ständchen gebracht hatten, vor Niggemanns Gasthaus. Die Menge Volks war bereits auf mehr als 100 Personen angewachsen.
Die Polizei erschien, um den Tatbestand zu protokollieren. Das Interesse das für das Vogelschießen und Wirtsfrau Anna Stahlschmidt (Niggemanns) kommentierte: „Süss kennt’se ännen dat ganze Joahr nit, abber Schwönerigge brengen, dat konnt ‚se.
Gerhard Padberg (Panken) war nach „Olbes“ marschiert, besser gesagt hatte er sich dorthin verdrückt. Er „schmiss“ dort einige Runden, weil er meinte das die Ochsentour doch gefeiert werden müsste. Und er kam wieder in Hochstimmung, als aus „Niggemanns“ die Nachricht eintraf, das in Niggemanns wieder alles in Ordnung sei.
Die Ochesntour – Idee hatte an jenem Schützenfestmontag noch einen Nachklang: „Hans“ kam noch nicht zur Ruhe. Am Abend wurde in Schmiedes Stall eingebrochen. Der Ochse bekam wieder das Maulgeschirr um, und er musste diesmal bis an die Schützenhalle ziehen. Ein neues Malheur gab es jedoch nicht. Das Tier erhielt keinen Zutritt zu Halle – sein Auftritt in Niggemanns hatte schließlich die Verantwortlichen gewarnt . und die Ochsentreiber mussten mit „Hans“ vondannen ziehen.

1953

1953 wird ein Speiseraum geschaffen. Weiter wird ab diesem Jahr erstmals die Schänke nach Angeboten verpachtet. Dieser Auftragsservice wird auch für die nächsten Jahre beibehalten. In den ersten Nachkriegsjahren hatte der Schützennachwuchs besondere Aufgaben: Die 16- und 17 jährigen Heranwachsenden hatten auf den Schützenfesten, auf denen der Schankbetrieb wie selbstverständlich Vereinsangelegenheit war, Kellnerdienste zu leisten, ehe sie mit 18 Jahren in den Schützenverein aufgenommen wurden.

1955

10 Jahre nach dem 2. Weltkrieg, sprachen auch zwei junge Mädchen, Maria Herrmann (Jürgens) und Edith Stahlschmidt (Kösterjürgens), am alten Kriegerdenkmal, Worte  eines mahnenden Gedenken. Gefallenen – Ehrung und Gedenken der Verstorbenen bleiben in das Schützenfestgeschehen eingebunden. 50 Jahre war das Ehrenmal gegenüber dem Hause Bozen Stätte dieses Gedenkens, bevor es 1978 dem Ausbau der Ortsdurchfahrt weichen musste.

Maria Herrmann und Edith Stahlschmidt
sprechen mahnende Wortezoom
Maria Herrmann und Edith Stahlschmidt
sprechen mahnende Worte
Am Kriegerdenkmalzoom
Am Kriegerdenkmal
 
 

1956

1956 entschließen sich die Schützen zum schon länger gewünschten Toilettenbau. Weiter werden die Schützen bis in diese Jahre namentlich aufgerufen. Nicht anwesende Mitglieder müssen als Buße eine Mark in die Vereinskasse zahlen.

1959 - 1960

1959 wird wieder ein bedeutenden Baujahr: der Fußboden wird erneuert, Essraum und Küche werden konzipiert und eingerichtet und dazu die kleine Theke. Sie soll die stets überlastete große Theke in ihrer Funktion unterstützen.

1960 beschließen die Schützen, Vorstand und Offiziere nunmehr für 3 Jahre zu wählen, nachdem bisher eine Wahl für zwei Jahre statusgemäß war.

1961

Jetzt mit Kugelfangzoom
Jetzt mit Kugelfang
neue Fahnezoom
die neue Fahnezoom
die neue Fahne
 

1961 wird die Vogelstange neben der Halle mit einem Kugelfang ausgestattet, welche aufwendige Geländeabsperrungen zukünftig überflüssig machen. Weiter wird für das 75-jährige Jubiläum des Schützenverein eine neue Fahne in Auftrag gegeben. Die bislang einzig verwendete Fahne aus dem Jahre 1912 mit den gekreuzten Gewehren auf der einen und dem heiligen Hubertus auf der anderen Seite soll weiter den Schützen voran getragen werden. Ein zweiter Fähnrich mit Fahnenoffizieren sind zu bestellen.

 

1962

1962 feiert der Schützenverein St. Hubertus Grönebach das 75-jährige Bestehen, es ist ein gelungenes Fest. Schützen aus Elkeringhausen, Deifeld, Hildfeld und Niedersfeld nehmen mit Fahnenabordnungen am Festzug teil. Als Ehrengäste werden u.a. Kreisoberst Anton Hoffmann, Oberkreisdirektor Dr. Adalbert Müllmann und Amtsdirektor Edwin Dohle begrüßt. Die neue Fahne, wieder mit dem heiligen Hubertus auf der einen, aber mit der Pfarrkirche des Dorfes und der Umschrift „Ehre die Heimat und liebe das Land – wo einst deine Wiege stand“ auf der anderen Seite, erhält ihre Weihe. Werner Stahlschmidt (Niggemanns) wird Jubelkönig, Schützenkönig aber Johannes Herrmann (Stratmanns, der mit Renate Stahlschmidt (Kösterjürgens) regiert.

König im Jubeljahr, Lambert Stahlschmidt mit Frau Mariazoom
König im Jubeljahr, Lambert Stahlschmidt mit Frau Maria
Schießen des Jubelkönigszoom
Schießen des Jubelkönigs
 
Wattenscheider Kompaniechef nimmt Kommando von Hilzen Heine abzoom
Wattenscheider Kompaniechef nimmt Kommando von Hilzen Heine ab
Wattenscheider Abteilung in den Festzugzoom
Wattenscheider Abteilung in den Festzug
 
Viele Gastvereine mit Fahnenabordnungenzoom
Viele Gastvereine mit Fahnenabordnungen
hinter dem Königspaar, Jubelkönig Werner Stahlschmidt, Niggemannszoom
hinter dem Königspaar, Jubelkönig Werner Stahlschmidt, Niggemanns
 
v.l.Borgmanns Heine, Pickes Johannes, Sommers Juppzoom
v.l.Borgmanns Heine, Pickes Johannes, Sommers Jupp
neuer König im Jubeljahr, Johannes Herrmann, Stratmanns zoom
neuer König im Jubeljahr, Johannes Herrmann, Stratmanns
 
 

1963

1963 wird in der Generalversammlung am 29. Dezember bei Heinrich Appelhans (Römers), welche von 95 Mitgliedern besucht wird, die „Baumaßnahme 64“ beschlossen. Sie beinhaltet den Anbau an die Westseite. Der gewonnene Raum wird als Sitzfläche, Speiseraum und Küche genuzt. Jedes Mitglied wird verpflichtet, zehn Arbeitsstunden ohne Entgeld abzuleisten. Winterbergs Seinbruchunternehmer Herbert Hertel übernimmt als Geschenk die Erdarbeiten.

1964

1964 wird die Zusage erteilt, im Wechsel mit dem Sportverein, Altentage in Grönebach auszurichten. Für den 10. Januar 1965 richtet der Sportverein den ersten Altentag, der auf Initiative von Gerhard Padberg (Felsengrund), zustande gekommen war, im Gasthof Josef Stahlschmidt (Kießels), vor.

1966

1966 wurde die Schützenhalle für ein Jahr zum Preis von 4000 DM an das Elektro – Unternehmen Brown, Boverie&Cie (BBC) vermietet, ad für die VEW eine Überland – Freileitung von Wiemeringhausen nach Medebach zu bauen hatte. Die BBC richtete die Halle als Unterkunft für ihre Arbeitskräfte, vorwiegend Italiener, ein.

1967

1967 brachte dann auch den Wechsel in der Vereinsführung. Als Nachfolger für Hauptmann Heinrich Hermann (Hilzen), wurde Lambert Stahlschmidt (Ornes) gewählt.

Lambert Stahlschmidt, Orneszoom
 

1970

1970 waren lange Beratungen dem Entscheid vorausgegangen, die Schützenhalle der Gemeinde Grönebach zu übereignen. Letztendlich hatten Bezuschussungsrichtlinien des Landes dazu geführt, das die St. Hbertus Schützen ihre Halle, die sie nun mehr als 80 Jahre betreut, erweitert, umgebaut, vergrößert und gepflegt hatten, an die Gemeinde abgaben, um möglich weitere Bezuschussungen für diesen Bau als einem Bau für die gesamte Gemeinde – der es eigentlich schon immer war – nicht zu blockieren. Im Übergabevertrag 1970 wurde aber weitere Mitwirkung des Schützenvereins festgelegt: Freiwerdendes Kapital des Schützenvereins soll zu weiteren baulichen Veränderungen des Gebäudes verwendet werden. Die folgenden Jahre bringen viele der erwartenden Verbesserungen für die Dorfhalle. Unter Bürgermeister Heinrich Eickler, Borgmanns, baut die Gemeinde Grönebach die Halle aus. Die Giebelseite zur Schule wird aufgestockt, die Toiletten werden verbessert, eine neue Theke wird erstellt. Die Halle erhält eine Gasheizung, die schließlich Veranstaltungen problemlos das ganze Jahr über gestattet..

1973

1973 führt eine Änderung der Vereinssatzung zu einem „Zwei – Gruppen – System bei Vorstandswahlen, das erstmals auf der Versammlung am 28. Januar 1973 bei Lambert Sauerwald (Olbes) praktiziert wird. Mit der Neuregelung soll sichergestellt werden, das stets eine Vorstandshälfte rechtmäßig amtiert und das bei möglichen Neubesetzungen von Ämtern stets noch ein erfahrener Stamm Vorstandsaufgaben weiter übernimmt.

1975

erste Trommelversuche beim Kartoffelbraten in der Entenwiese mit Pfarrer Hagelückenzoom
erste Trommelversuche beim Kartoffelbraten in der Entenwiese mit Pfarrer Hagelücken
seit  1976 fester Bestandteil eines jeden Schützenfesteszoom
seit 1976 fester Bestandteil eines jeden Schützenfestes

Die Geburtsstunde des Spielmannszug Grönebach.

Der Drang nach einem musizierenden Verein Anfang der 70er Jahre ist in der Dorfgemeinschaft so stark, das der Initiator Elmar Schulte, Kösters, scho fast "leichtes Spiel" hat, eine schlagfertige Truppe aus 20 Mädchen, Frauen und Männern zusammenzustellen. Am 4. April ist es dann endlich soweit, der Spielmannszug Grönebach wird gegründet.

Eine große Herausforderung stellt die Anschaffung der ersten Uniform da. Dies wird mit Zuwendungen des St. Hubertus Schützenverein Grönebach, den Eltern aller Mitglieder und weiteren Sponsoren gemeistert. Weiter engagiert sich unser Bürgermeister Heinrich Eickler, Borgmanns, um die Beschaffung kostenloser Instrumente von den Spielmannszügen Winterberg und Bigge. Als Ausbilder für Flöten kann Otto Reimann aus Hildfeld, für die Trommeln Jürgen Hein aus Züschen engagiert werden. An jedem Übungsabend wird von jedem Mitglied eine Mark eingesammelt, um die Ausbilder entsprechend bezahlen zu können. Schon ein Jahr später, bereits beim Schützenfest 1976 in Grönebach sorgt der Spielmannszug im Festzug und auch in der Halle für die musikalische Untermalung des Festes.

Der Spielmannszug Grönebach ist bis zum heutigen Tag, fester Bestandteil eines jeden Schützenfest geworden.

Bis heute unterhält unser Schützenverein mit dem Spielmannszug eine immer gute und faire Beziehung. 

 
 
 
Alfred Padberg, Panken bei der Krönung zu "goldenen Königsjubiläum" 1975zoom
Alfred Padberg, Panken bei der Krönung zu "goldenen Königsjubiläum" 1975
König Alfred Padberg, Panken, im Festzug des Jahres 1926zoom
König Alfred Padberg, Panken, im Festzug des Jahres 1926
 

1976

1976 erhält Fritz Hitzegrad, Kleinjohanns den Orden für sein goldenes Königsjubiläumzoom
1976 erhält Fritz Hitzegrad, Kleinjohanns den Orden für sein goldenes Königsjubiläum
1926 bei Abholen des Königpaares Fritz Hitzegrad, Kleinjohanns und Agnes Padberg, Grotjohannszoom
1926 bei Abholen des Königpaares Fritz Hitzegrad, Kleinjohanns und Agnes Padberg, Grotjohanns
 

1978

1978 wird auf ein besonderes Ereignis in der Vereinsgeschichte mit Stolz hingewiesen: Auf dem Kreisschützenfest in Brilon am 12. September wi5rd der König der Grönebacher St. Hubertusschützen, Ernst Kiehsler (Vollmers), der sich Annemarie Schäfer (Kordes) zur Königin gewählt hatte, Kreisschützenkönigspaar.

Krönung des neuen Kreiskönigs Ernst Kiehsler durch Kreisoberst Anton Hoffmann, gan links Adjutant Heribert Appelhans, Neuhofszoom
Krönung des neuen Kreiskönigs Ernst Kiehsler durch Kreisoberst Anton Hoffmann, gan links Adjutant Heribert Appelhans, Neuhofs
Das Ereignis, das in die Vereins – Analen der Grönebacher Schützen als einmalig gefeiert wird: Ernst Kiehsler (Volmers), wird am 12. September 1978 auf dem großen Fest des Kreisschützenbundes in Brilon Kreisschützenkönig. Mit Königin Annemarie Schäfer (Kordes), nimmt er mit dem Kreisvorstand auf der Briloner Rathaustreppe den Vorbeimarsch der Schützen des Kreises ab.zoom
Das Ereignis, das in die Vereins – Analen der Grönebacher Schützen als einmalig gefeiert wird: Ernst Kiehsler (Volmers), wird am 12. September 1978 auf dem großen Fest des Kreisschützenbundes in Brilon Kreisschützenkönig. Mit Königin Annemarie Schäfer (Kordes), nimmt er mit dem Kreisvorstand auf der Briloner Rathaustreppe den Vorbeimarsch der Schützen des Kreises ab.
 

1979

1979 sind die Grönebacher Schützen am 28. April Gastgeber für die Jahreshauptversammlung des Kreisschützenbundes Brilon, auf der das Kreisfest und der Kerisschützenkönig Ernst Kiehsler (Vollmers) eückblickend noch eine Würdigung erfahren.zoom
1979 sind die Grönebacher Schützen am 28. April Gastgeber für die Jahreshauptversammlung des Kreisschützenbundes Brilon, auf der das Kreisfest und der Kerisschützenkönig Ernst Kiehsler (Vollmers) eückblickend noch eine Würdigung erfahren.
 
 
1979 kann ebenfalls Heinrich Menke (Kampes) auf sein 50 – jähriges Königsjubiläum zurück blicken.zoom
1979 kann ebenfalls Heinrich Menke (Kampes) auf sein 50 – jähriges Königsjubiläum zurück blicken.
1929 Königspaar Heinrich Menke, Kampes und Helene Sauerwald, Schäferszoom
1929 Königspaar Heinrich Menke, Kampes und Helene Sauerwald, Schäfers
 

ebenfalls wird 1979 die Gedächnisstätte (Kriegerdenkmal) für den Ausbau der neuen Ortsdurchfahrt abgebrochen

Das alte "Kriegerdenkmal"zoom
Das alte "Kriegerdenkmal"
muss der neuen Ortsdurchfahrt weichenzoom
muss der neuen Ortsdurchfahrt weichen
 

1980

wird das neue Ehrenmal unterhalb der Lambertuskirche gebautzoom
wird das neue Ehrenmal unterhalb der Lambertuskirche gebaut
1980 wurde mit einer beeindruckender Feier am 22. Juni das neue Ehrenmal, in das alle Gedenktafeln aus dem ersten Kriegerdenkmal übernommen wurden, eingeweiht. Auf dem neuen Dorfplatz unter der St. Lambertus – Pfarrkirche hatten sich viele Grönebacher und Nachbarn zur Weihfeier eingefunden.
Pfarrer Ferdinad Hagelücken sprach die Segens- und Weihewortezoom
1980 wurde mit einer beeindruckender Feier am 22. Juni das neue Ehrenmal, in das alle Gedenktafeln aus dem ersten Kriegerdenkmal übernommen wurden, eingeweiht. Auf dem neuen Dorfplatz unter der St. Lambertus – Pfarrkirche hatten sich viele Grönebacher und Nachbarn zur Weihfeier eingefunden.
Pfarrer Ferdinad Hagelücken sprach die Segens- und Weiheworte
 

1982

Heinrich Eickler (Borgmanns) wird zum neuen Vorsitzenden und Hauptmann gewählt. Er leitet nun die Vereinsgeschicke bis Januar 1987zoom

Heinrich Eickler (Borgmanns) wird zum neuen Vorsitzenden und Hauptmann gewählt. Er leitet nun die Vereinsgeschicke bis Januar 1987

 

1983

1983 wird zur Vorbereitung auf das Jubiläumsfest ein Festausschuss gebildet und beschlossen, eine Festschrift zu erstellen und die Halle sowohl im Innen- sowie Außenbereich zu verschönern. Mit finanzieller Unterstützung der Stadt Winterberg, dem Amt für Agrarordnung und einem abzufeierndem Darlehn der Warsteiner Brauerei konnten in den Jahre 1984 bis 1987 die Theken erneuert und mit Edelstahlabdeckungen ausgestattet, der Boden im 1965 erstellten Anbau angehoben, das Fachwerk in der Halle und im Speiseraum optisch erneuert, die Küche und der Speiseraum verfliest, neue Lampen installiert, die Wärmedämmung verbessert und der Hallenvorplatz neugestaltet und gepflastert werden.

Der Hallenvorplatz wird neu gestaltet und gepflastertzoom
Der Hallenvorplatz wird neu gestaltet und gepflastert
Der Hallenvorplatz wird neu gestaltet und gepflastertzoom
Der Hallenvorplatz wird neu gestaltet und gepflastert
 

weiter geht`s mit unserer Schützenchronik im Kapitel 1987 - heute

Grönebach Wappen