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Der Verein im Jahreslauf

Unter den Grönebachern Vereinen ist der Schützenverein St. Hubertus der älteste und mitgliederstärkste. Er gehört zum Dorf wie der über 750 Jahre alte romanische Wehr-Kirchturm. Das jährliche Schützenfest ist unumstritten das herausragende Ereignis im Jahreslauf. Die Vereinstätigkeit beschränkt sich nicht nur auf das dörfliche Hochfest. Nachstehend werden einige Tätigkeiten aufgezeigt, die im Verlauf eines Jahres zum ständigen, repräsentativen Programm im Dorfgeschehen zählen:

Seniorentag

Gemeinsam mit dem Sportverein richtet der Schützenverein seit 1965 als erstes Dorf im heutigen Stadtgebiet zu beginn eines jeden Jahres einen Ehrentag für die älteren Mitbürger aus. Gerhard Padberg (Felsengrund), der bis 2000 auch die Programmgestaltung und Moderation übernommen hatte, gab die Anregung zu dieser Veranstaltung. Neben Pfarrer Hagelücken war es der damalige Vorsitzende und Hauptmann, Heinrich Hermann (Hilzen), welche die Durchführung des Altentages unterstützten. Als der Altentag 1965 ins Leben gerufen wurde, gab es im Dorf nur den Schützen- und Sportverein. Beide Vereine teilten sich nach Abzug von Sponsorengeldern die Kosten des Seniorentages. Fanden die Veranstaltungen anfangs abwechselnd in den einzelnen Grönebacher Gasthöfen statt, wurde ab Anfang der 1970er Jahre aus Platzgründen der Seniorentag in den Saal des Gasthofes Appelhans (Römers) verlegt.
In den Jahren 1987 und 2000 (100 Jahre Schützenverein bew. 750 Jahre Grönebach) wurden zusätzliche Altentage in der Dorfhalle durchgeführt.
Nach Gerhard Padberg (Felsengrund) übernahm Norbert Spratte – letzter Leiter der Schule in Grönebach und bis 2011 Rektor der Grundschule in Niedersfeld – die Organisation der Seniorentage.
Im Jahr 2013 wurde der 50. Grönebacher Seniorentag gefeiert und verlebt.

Seniorentagzoom
Seniorentagzoom
Seniorentagzoom
Seniorentagzoom
Seniorentagzoom
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Prozessionen

Seit Jahrhunderten werden in Grönebach drei als historisch zu bezeichnende Prozessionen durchgeführt. Diese sind:

Die Dreifaltigkeitsprozession 


Am Sonntag nach Pfingsten führt diese zum „Hamm“. Hier an der Kreuzung des alten „Kirchweges“ von Elkeringhausen nach Grönebach mit der  Heidenstrasse treffen sich am ältesten Bildstock des Winterberger Stadtgebietes von 1696 Grönebacher und Elkeringhäuser zu Gottesdienst.


Bild aus dem Jahr 2000zoom
Bild aus dem Jahr 2000
Bild aus dem Jahr 2000zoom
Bild aus dem Jahr 2000
Bild aus dem Jahr 2000zoom
Bild aus dem Jahr 2000
 
 
 
 

Die Fronleichnamsprozession 


hat im Laufe der vergangenen mehr als 100 Jahre ihre Route mehrmals geändert. Von älteren Mitbürgern ist überliefert, dass diese Prozession im ausgehenden 19. Jahrhundert bis zum Kreuz am Pölz (Straße von Grönebach nach Niedersfeld) ging. Dieser weite Weg war eine Geste an Niedersfeld, die die kirchliche Unabhängigkeit von Grönebach anstrebten und 1893 auch erhielten. Bis 1966 gingen die Grönebacher am Fronleichnamstag Filialgemeinde nach Hildfeld. Eine Fronleichnamsstation auf dem Weg nach Hildfeld war das 2010 restaurierten „Müllers Kreuz“.

Gottesdienst in der Kirchezoom
Gottesdienst in der Kirche
auf dem Weg nach Ackerszoom
auf dem Weg nach Ackers
Auszug aus der Kirchezoom
Auszug aus der Kirche
Station bei Ackerszoom
Station bei Ackers
 
 
Station am Heiligenhauszoom
Station am Heiligenhaus
Prozzession dem Deich entlangzoom
Prozzession dem Deich entlang
Station bei Vollmerszoom
Station bei Vollmers
Station bei der Sauren Wiesezoom
Station bei der Sauren Wiese
 
 
 

Die Antoniusprozession


Am Sonntag nach dem Namenstag des Dorfpatrons Antonius von Padua führt die gelobte Prozession zum „Grönebacher Wallfahrtsort“, dem Antoniusstein. Dieser Prozession fühlen sich die Grönbacher besonders verpflichtet. Laut der Inschrift auf dem Bildstock von 1731 hat der heilige Antonius den Dorfbewohnern bei einem mehrere Tage lang andauernden Unwetter beigestanden.
Füe den Vorstand der Grönebacher Schützen ist es eine Verpflichtung und Ehre zugleich, in Uniform und mit Fahnen das Allerheiligst auf allen drei Prozessionen zu begleiten

Auszug aus der Kirche 2011zoom
Auszug aus der Kirche 2011
Messe am Antoniussteinzoom
Messe am Antoniusstein
durch den Stationswegzoom
durch den Stationsweg
Messe am Antoniussteinzoom
Messe am Antoniusstein
 
 
Messe am Antoniussteinzoom
Messe am Antoniusstein
dem Antoniusstein hinunterzoom
dem Antoniusstein hinunter
 
 
 

Volkstrauertag

Schon immer war es für die Schützen eine Verpflichtung, selbst auf dem jährlichen Hochfest innezuhalten, um der Gefallenen der Weltkriege zu gedenken.
Orte des Gedenkens waren zunächst das alte „Kriegerdenkmal“ an der Küstelberger Straße und von 1980 an das neue Ehrenmal in der Dorfmitte am Aufgang zur Pfarrkirche. Worte der Erinnerung und Mahnung sprachen am Schützenfestsonntag in den vergangenen nahezu 50 Jahren die Präsides des Schützenvereins Pfarrer Ferdinant Hagelücken bis 1993 (weitere Dokumentation der Ansprache auf dem 100-jährigen Jubelfest im Kapitel Videos) und anschließen Msgr. Dr. Wilhelm Kuhne.
Auf Anregung des Volksbundes Deutscher Kriegsgräberfürsorge wurde 1948 bundeseinheitlich der zweite Sonntag vor dem 1. Advent als Volkstrauertag festgelegt. In Grönebach fand dieser Gedenktag, ebenso wie in den Nachbarorten, zunächst wenig Zustimmung.

Am Volkstrauertag 1993zoom
Am Volkstrauertag 1993
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1993
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1993
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1997
 
 

Vielen war der Missbrauch des Volkstrauertags durch die Nationalsozialisten, die ihn in ihrem Sinne zum Heldengedenktag umfunktioniert hatten, in negativer Erinnerung.
In der Generalversammlung am 17. Januar 1971 wurde angeregt, auch in Grönebach den Volkstrauertag mit einer Gedenkfeier am Ehrenmal zu begehen. Seit dieser Zeit wird der Volkstrauertag, der federführend vom Schützenverein organisiert wird, auch in Grönebach würdig begangen. Neben der Gedenkansprache, die wechselnd von der Geistlichkeit, dem Bürgermeister, dem/der Ortsvorsteher/in oder einer andern Persönlichkeit aus dem Dorf gehalten wird, wird vom Schützenverein ein Kranz niedergelegt.

 
 

Schützenwallfahrt

Seitdem der Sauerländer Schützenbund im Rhythmus von drei Jahren eine Wallfahrt zu Gottesmutter nach Werl organisiert, ist es zu einer guten Gewohnheit geworden, das sich die St. Hubertus Schützen an dieser Wallfahrt beteiligen. Nahezu der gesamte Vorstand nimmt an dieser Veranstaltung teil.
Im Laufe der Jahre hat es sich eingespielt, dass die Grönebacher zusammen mit der St. Sebastianus Schützenbruderschaft aus Medebach für Hin- und Rückfahrt gemeinsam einen Bus chartern.

Wallfahrt 2011zoom
Wallfahrt 2011
Richtung zur Domzoom
Richtung zur Dom
Werl 2011zoom
Werl 2011
viele Fahnenabordnungenzoom
viele Fahnenabordnungen
während der Wallfahrtzoom
während der Wallfahrt
während der Messezoom
während der Messe
 
Wallfahrtsbasilika von Werlzoom
Wallfahrtsbasilika von Werl
Teilnehmer 2011zoom
Teilnehmer 2011
 
 
 

Ehrung der verstorbenen Schützenbrüder

In den wenig vorhandenen Unterlagen aus der Gründerzeit finden sich zwei „Totenlisten“, in denen die verstorbenen Mitglieder bis zur laufenden Nr. 81 aufgeführt sind. Obwohl in den Totenlisten die Sterbedaten nicht genannt werden, ist nachvollziehbar, das die Listen der Verstorbenen bis nach dem ersten Weltkrieg geführt wurden. Heute ist es nicht mehr üblich, Totenlisten zu erstellen.
Ein feststehender Tagesordnung einer jeden Generalversammlung ist das Totengedenken. Während sich alle anwesenden Mitglieder von den Plätzen erheben, werden die Namen der verstorbenen Mitglieder verlesen.
Eine Selbstverständlichkeit ist es, dass bei einer Beisetzung eines Mitgliedes eine Abordnung des Vorstandes mit der Vereinsfahne dem Verstorbenen die letzte Ehre erweist und am Grab ein Kranz niedergelegt wird.

Grönebach Wappen