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Die Präsides des Vereins

Das geistliche Oberhaupt eines Schützenbruderschaft ist der Präses, bei dem es sich im Regelfall um den Ortspfarrer der Gemeinde handelt, in der die Bruderschaft zu Hause ist.
Die wesentliche Aufgabe der Schützenbruderschaften, die sich aus den Schützengilden des Mittelalters gebildet hatten, war es, eine Stadt oder Haus und Hof zu verteidigen. Aus den ehemals militärischen Vereinigungen entwickelten sich im 18. Jahrhundert die  Schützenbruderschaften. Diese hatten eine besondere Bindung zur Kirche, die in dieser Zeit eine große Bedeutung in Politik und Kirche hatte. Für Grönebach war die geschichtliche Entwicklung einer Bruderschaft schon deshalb kein Vorbild, weil der Schützenverein des Dorfes erst gegen Ende des 19. Jahrhundert gegründet wurde und sich der Verein bei seiner Gründung „Schützengesellschaft“ nannte. Der Name besagt aber nicht, dass man sich mit der Kirche nicht verbunden fühlte. In der ersten Vereinssatzung wird im Artikel 31 verbindlich vorgegeben, dass der zweite Tag des Schützenfestes, die war damals der Montag, mit der Schützenmesse um 7 Uhr beginnt und jedes Mitglied unter Strafe verpflichtet war, sich an den Ein- und Ausmärschen zur Kirche zu beteiligen.
Wann die Umbenennung in Schützenverein mit dem Zusatz „St. Hubertus“ erfolgte, ist anhand der vorhandenen Unterlagen nicht festzustellen. Zum 25-jährigen Vereinsjubiläum im Jahre 1912 wurde eine neue Fahne angeschafft, die heute noch im Dienst ist. Auf dieser Fahne wird der heilige Hubertus benannt und dargestellt. Erstmals ist dem Protokollbuch aus der Niederschrift vom 16. Juli 1933 zu entnehmen, dass ein Grönebacher Pfarrer erwähnt wird. Pfarrer Wilhelm Schlechter, gebürtig aus Düdinghausen, verstarb am 7. Mai 1933. Die Versammlung der Schützen gedachte ihres verstorbenen Ehrenmitglieds, nicht des Präses.
In der nationalsozialistischen Zeit war es undenkbar, dass ein Pfarrer in einem gleichgeschalteten Schützenverein, in welcher Funktion auch immer, mitwirken konnte. Nach dem 1. Weltkrieg erlaubte die Militärregierung erst ab 1947 wieder einen bescheidenen Wiederbeginn der Schützenvereinsaktivitäten. Viele Vereine der Nachbargemeinden benannten sich in der Nachkriegsjahren in Schützenbruderschaften um, was dem Willen der Siegermächte entgegen kam.
In Grönebach stellte sich diese Frage aus Gründen, die hier nicht behandelt werden, nicht. Erster Präses des Schützenvereins „St. Hubertus Grönebach“ war Pfarrer Ferdinand Hagelücken.

Pfarrer Ferdinand Hagelücken 1909 - 1998

Nach Grönebach kam der Pfarrer und später geistliche Rat Ferdinand Hagelücken bei Eis und Schnee am 8. Dezember 1962. Kaum hatte er seine neue Wirkungsstätte kennen gelernt, wählten ihn die Schützen zu ihrem ersten Präses. Das er zu Beginn des Vogelschießens einen Ehrenschuss abgab, war ebenso selbstverständlich, wie die Teilname an den jährlichen Generalversammlungen.
Als Präses Hagelücken beim Schützenfest 1980 dem neu erbauten Ehrenmal den kirchlichen Segen geben konnte, war ein besonderes Ereignis. Obwohl bereits im Ruhestand, stand er dem Verein weiterhin mit Rat und Tat zur Verfügung.
Pfarrer Hagelücken war mit 30 „Dienstjahren“ der am längsten amtierende Präses im Hochsauerland- und Märkischenkreis, als er für seine Verdienste beim Seniorentag 192 mit dem Wappenteller, der höchsten Auszeichnung des Sauerländer Schützenbundes, geehrt wurde. Der Wappenteller war bis dahin erst an sieben Persönlichkeiten vergeben worden. Als Präses wirkte er 36 Jahre.
Er verstarb im November 1998. Unter großer Teilnahme der Schützen wurde er auf dem Friedhof seiner Pfarrei zu Grabe getragen.

Pfarrer Ferdinand Hagelückenzoom
Pfarrer Ferdinand Hagelücken
Pfarrer Hagelückenzoom
Der gute Hirtezoom
Der gute Hirte
Gratulation zum 50 jähriges Priesterjubiläumzoom
Gratulation zum 50 jähriges Priesterjubiläum
 
 
 
 

Msgr. Dr. Wilhelm Kuhne

Mgsr. Dr. Wilhem Kuhnezoom
Mgsr. Dr. Wilhem Kuhne
 50 jähriges Priesterjubiläumzoom
50 jähriges Priesterjubiläum
Pressezoom
 50 jähtiges Priesterjubiläumzoom
50 jähtiges Priesterjubiläum
 

Nachfolger des ersten Präses, Pfarrer i.R. Ferdinand Hagelücken wurde mit einstimmigem Beschluss in der Generalversammlung am 17. Januar 1999 Grönebachs Seelsorger Msgr. Dr. Wilhelm Kuhne. In seiner Antrittsrede forderte er die Grönebacher Schützen auf, sich zu ihren Idealen „Glaube, Sitte, Heimat“ auch im Alltag zu bekennen.
Msgr. Dr. Wilhelm Kuhne war den Grönebachern bereits vor Beginn seiner seelsorgerischen Tätigkeit im Steptember 1992 kein Unbekannter, hatte er doch beim 100-jährigen Jubelfest 1987 die Festansprache gehalten. Schon in seiner Hardehausener Zeit war er den Schützen in Westfalen verbunden. Als gefragter und engagierter Festredner hat er unzählige Schützenjubiläen berreichert. Es wundert daher nicht, das er anlässlich seiner Verabschiedung als Rektor der Landesvolkshochschule Hardehausen am 11. September 1992 mit der höchsten Auszeichnung, dem „St. Sebastian Ehrenschild der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften“ und mit dem Wappenteller des Sauerländer Schützenbundes, geehrt wurde.

 

Als Msgr. Dr. Wilhelm Kuhne am ersten Ostertag 2002 sein goldenes Priesterjubiläum feiern konnte, war es für die Grönebacher Schützen eine besondere Ehre, ihrem Präses zu gratulieren.
Für den Präses der Grönebacher Schützen war es eine Überraschung, als er auf dem Schützenfest 2011 für seinen Jahrzehnte langen Einsatz für das Schützenwesen mit dem Ehrenschild des Kreisschützenbundes Brilon ausgezeichnet wurde.Zum 85. Geburtstag am 10. September 2011 war es für den Vorstand eine Ehrenpflicht, ihrem Präses zu gratulieren.

Grönebach Wappen