Grönebachzoom

Vogelbauer und Maler

Höhepunkt des jährlichen Schützenfestes ist das traditionell immer am Montag stattfindende Vogelschießen. Vor Abgabe des ersten Schusses, der Ermittlung des Königs und bis zur Krönung der neuen Majestät waren die Abläufe schon immer in den Vereinssatzungen geregelt. Wenig wird in der Satzung vorgegeben, wer für den wichtigsten Gegenstand, den Schützenvogel, verantwortlich ist. In der aktuellen Satzung wird in einem Unterabsatz hierzu lediglich gesagt:“ Der Schützenvogel wird vom Verein beschafft. Die Kosten trägt der Schützenkönig.“
Auch wenn nach dieser Vorgabe der Schützenvogel formell vom Verein beschafft werden soll, sieht die Praxis so aus, das der amtierende Schützenkönig den hölzernen Adler bei einem Schreiner oder Holzfachmann in Auftrag gibt.

Ein Schützenvogel, mag er auch handwerklich noch so gut gelungen sein, kann seine Schönheit erst dann richtig entfalten, wenn er seinen natürlich – künstlerischen Anstrich erhalten hat. In dieser Beziehung kann sich Grönebach glücklich schätzen, in den vergangenen Jahrzehnten wahre Künstler ihres Fachs als Maler der Schützenvögel gehabt zu haben. Hierzu zählen insbesondere die Malermeister Gerhard Kießler (Bergentals / Milchers) und Friedhelm Padberg (Pickes / Herrmanns). 

Heinrich Schulte, Schmitten

 Auch Heinrich Schulte (Schmitten), der eine künstlerische Begabung für aus holzgefertigte Alltagsgegenstände hatte, ist als Vogelbauer überliefert.

Vogel von Heinrich Schulte, Schmittenzoom
Vogel von Heinrich Schulte, Schmitten
 
 
 

Friederich Herrmann, Menten

 Bekannt ist, das vor und nach dem 2. Weltkrieg Schützenvögel in der Schreinerei Herrmann (Menten) hergestellt wurden. Im Hause Menten wurden auch die zwei Armbrüste gebaut, mit denen in den Jahren 1949 und 1950 der Vogel mit Pfeilen abgeschossen wurde.

Friederich Herrmann, Mentenzoom
Friederich Herrmann, Menten
 
 
 

Gerhard Peters, Kampes

Gerhard Peters, Kampeszoom
Gerhard Peters, Kampes
Grönebacher "Vogeltriologie"zoom
Grönebacher "Vogeltriologie"
mit ganz vielen Exemplarenzoom
mit ganz vielen Exemplaren
Da staunen die Fachmännerzoom
Da staunen die Fachmänner

Besonders hervorzuheben ist der Vogelbauer Gerhard Peters (Kampes / Singes), der ab 1970 mehr als 35 hölzerne Adler für das Schützenfest der Großen, alle bisherigen Vögel für die Jungschützen und auch die Vögel für die Kinder erstellt hat. Hinzu kommen noch mehrere Wappentiere die er für auswärtige Vereine und für Privatpersonen anfertigte, sodass er auf die stolze Zahl von mehr als 55 von ihm gefertigte Schützenvögel zurückblicken kann. Gerhard Peters schoss selbst im Jahre 1970 den Vogel. Als Fahnenoffizier, Fähnrich und stellvertretender Geschäftsführer gehörte er 1963 bis 1998 dem Vorstand an. Zusätzlich war er von 1985 bis 1997 als engagierter Hallenwart tätig. Aufgrund seiner Verdienste wurde er vom Verein 1998 zum Ehrenvorstandsmitglied ernannt und 2001 mit der Ehrenmedaille der Stadt Winterberg ausgezeichnet.

 
 
 

Josef Krevet, Baumanns

Josef Krevet, Baumanns, Zimmermeister seiner Zunft, hatte Mitte der 80er Jahre insgesamt 4 Schützenvögel gebaut, seinen eigenen als König, den von Lothar Winter, Lutz Ruchniewitz und Ulrich Lange.

Seine Vögel waren immer recht voluminös.

Josef Krevet, Baumannszoom
Lutz Ruchniewitz und Josef Sauerwaldzoom
Lutz Ruchniewitz und Josef Sauerwald
 
 
 
 

Gerhard Kießler, Bergentals

Malermeister Gerhard Kießler, Bergentalszoom
Malermeister Gerhard Kießler, Bergentals
Kunstwerk hinter der grossen Thekezoom
Kunstwerk hinter der grossen Theke
Wandmalerei "St. Hubertus"
aus dem Jahr 1952zoom
Wandmalerei "St. Hubertus"
aus dem Jahr 1952
ebenfalls hinter der Thekezoom
 

Gerhard Kießler hat zudem in der Dorfhalle mit verschiedenen Wandmalereien dazu beigetragen, das die Fassade hinter der großen Theke und über dem Tanzboden, wahre „Hingucker“ sind und der Dorfhalle ihr eigenes Gesicht geben.

 
 
 

Friedhelm Eickler, Borgmanns

Die Tradition der Vogelmaler wird seit 1979 mit wenigen Unterbrechungen von Friedhelm Eickler (Borgmanns) fortgeführt. Auch wenn er sich formell nicht Meister nennen darf, ist er auch ein Meister seines Fachs.

Maler vom Fachzoom
Maler vom Fach
Friedhelm Eickler, Borgmannszoom
Friedhelm Eickler, Borgmanns
 
 
Grönebach Wappen