Grönebachzoom

Chronik

von Udo Kießler, Elmar Schulte, Gerd und Peter Thiele,, Juni 2013

Schon vor 1975 wurde es als Mangel empfunden, dass es im Dorf keinen Musikverein gab. Seinerzeit ist überlegt worden, ob eine Blaskapelle, ein Fanfarenzug oder ein Spielmannszug gegründet werden sollte. Hauptsächlich aus Kostengründen wurde zugunsten eines Spielmannszuges entschieden. Der „Spielmannszug 1975 Grönebach e.V.“ wurde am 4. April 1975 gegründet. Seine Entstehung geht im wesentlichen auf die Initiative von Elmar Schulte zurück.
Zunächst gehörten dem Verein 18 aktive Musiker an. Ihre Zahl wuchs bis zur ersten Mitgliederversammlung am 10. Oktober 1975 im Vereinslokal Appelhans-Römers auf 35 Musikanten an. In dieser Versammlung wurde der erste Vorstand berufen. Zum 1. Vorsitzenden wurde Elmar Schulte zur 2. Vorsitzenden Elisabeth Huckelmann, geb. Stahlschmidt, zum Kassierer Peter Padberg und zum Geschäftsführer Berthold Kießler gewählt. Weiterhin gehörten Gerhard Appelhans und Heinz Humpert dem erweiterten Vorstand an. Elmar Schulte übernahm auch das Amt des Tambourmajors und leitete die Übungsstunden des Gesamtvereins.
In den ersten Jahren oblag Otto Reimann aus Hildfeld und Jürgen Hein aus Züschen die musikalische Ausbildung der Flötisten und Trommler. Wegen knapper finanzieller Mittel wurde zunächst mit geliehenen Instrumenten geübt.
Zuschüsse der Stadt Winterberg und einiger Grönebacher Vereine, sowie Spenden ermöglichten die Anschaffung eigener Instrumente und Uniformen. Bereits 1976 trat der Verein auf dem Grönebacher Schützenfest auf.
Ab 1978 übernahm der Spielmannszug die Ausbildung der Musiker selbst. Hierdurch wurde der Verein unabhängig von externen Lehrern. Darüber hinaus werden seit dem auch die Honorare eingespart, da die vereinseigenen Übungsleiter selbstverständlich ehrenamtlich ausbilden.
Um den Zusammenhalt im Spielmannszug zu stärken, unternahmen die aktiven Musiker erstmals 1978 eine mehrtägige Fahrt in die Lüneburger Heide. Da alle Teilnehmer von diesem Gemeinschaftserlebnis so angetan waren, gehört seitdem eine Vereinsfahrt zum jährlichen Programm des Spielmannszuges. Während diesen Fahrten nach Holland, Österreich, Otterndorf  an der Nordsee, Sonthofen im Allgäu und in vielen Orten im benachbarten Hessen, traten die Musiker bei örtlichen Festen auf, um Grönebach klangvoll vorzustellen.

Im Jahr 1978 wurde Heinz Humpert zum 2. Vorsitzenden gewählt und 1988 durch Carina Appelhans, geb. Padberg abgelöst. Peter Thiele wirkte als Geschäftsführers seit 1981. 1994 folgten Udo Kießler als Geschäftsführer und Andrea Blüggel, geb. Herrmann, als 2. Vorsitzende. Andrea Blüggel folgte im Amt als 2. Vorsitzende Diana Schmieder im Jahr 2000. Gerd Thiele trat 1989 die Nachfolge des 1. Vorsitzenden und Tambourmajors Elmar Schulte an. Auf Grund seiner Verdienste beim Aufbau des Spielmannszuges wurde Elmar Schulte 1995 zum Ehrentambourmajor ernannt. Mareike Padberg löste im Jahr 2006 Nina Kiehsler als 2. Vorsitzende ab. Im Jahr 2007 wurde Volker Schulte als Nachfolger von Gerd Thiele zum 1.Vorsitzenden gewählt. Im gleichen Jahr folgte Christoph Sauerwald als Nachfolger von Peter Padberg im Amt als Rechnungsführer. Im Jahr 2009 wurde Mareike Padberg neue erste Vorsitzende und Dennis Stahlschmidt neuer 2. Vorsitzender.  Rafael Stahlschmidt folgte 2012 als 2. Vorsitzender  seinem Bruder im Amt.

Seit der Gründung der Gemeinschaft haben zahlreiche Mitglieder mit Erfolg die Lehrgänge des Volksmusikerbundes besucht. Hierdurch behält der Spielmannszug Grönebach den Anschluss an die allgemeine Entwicklung im Spielmannswesen. Alle Anfängerrinnen und  Anfänger beginnen nicht mehr - wie in den Anfangsjahren - nach „Zahlen“, sondern nach Noten zu spielen, was sich auch in der Liedauswahl und der musikalischen Qualität des Repertoires  niederschlägt.
Anfang der 90er Jahre wurden zusätzlich zu den Sopranflöten auch Alt- und Tenorflöten eingesetzt, dadurch wurde ein mehrstimmiges und harmonischeres Musizieren möglich. Die Vielstimmigkeit bedingte, dass in mehreren Gruppen geübt werden musste. Im Laufe der Jahre unterrichteten Gerhard Appelhans, Sven Hanfland, Christian Pröpper, Alexander Schudey, Dennis Stahlschmidt, Tobias, Michael und Ludger Thiele die Trommler. Als Übungsleiter der Flötisten und Lyristen fungierten: Katharina, Patrick und Thomas Appelhans, Christiane Hückelheim (geb. Peters), Carsten Humpert, Christoph, Nicole und Stefan Mörchen, Armin Schudey, Anja, Iris, Sarah und Tobias Stahlschmidt sowie Gerd und Peter Thiele. Dennis Stahlschmidt und Andreas Appelhans sind derzeit stellvertretende Tambourmajore im Verein. Dirigent und erster Tambourmajor ist Gerd Thiele
Erfreulich ist die Entwicklung der aktiven  Mitgliederzahlen. Sie stieg seit Anfang der neunziger Jahre kontinuierlich auf über 70 Musiker an. Derzeit bewegt sich Anzahl der Musiker knapp unter 70 Aktiven.  An Fördermitglieder werden, relativ konstant, 35 gezählt.
Mit der Zahl der aktiven Musiker stieg die Zahl der Auftritte, vorwiegend Schützenfeste, auf über 30 im Jahr an. Zu den Höhepunkten zählte sicherlich der musikalische Auftritt im Rahmen der Sendung „6 bis 9“ im Rahmen des Frauenkarnevals 1990 im Radio Südwestfalen des WDR und die Mitgestaltung des Europaschützenfestes 1994 in Medebach.
Seit den Gründerjahren richtet der Grönebacher Spielmannszug in unregelmäßigen Abständen Musikfeste aus. Das geschah zunächst als Freundschaftstreffen mit über 10 befreundeten Spielmannszügen und Blaskapellen.  Auch richtete man in 2006 und 2012 zusammen mit dem Gemischten Chor Grönebach erfolgreich das Stadtmusikfest aus. Im Rahmen des Stadtmusikfest im Jahr 2006 wurde Peter Padberg für seine 30 Jährige Tätigkeit als Kassenwart und Trommler mit der Verdienstmedaille des Stadtmusikverbandes durch den 1. Vorsitzenden Patrick Appelhans ausgezeichnet. 2012 bekam Gerd Thiele selbige Auszeichnung vom Stadtmusikverband für seinen bisher 37 jährigen unermüdlichen Einsatz für den Grönebacher Spielmannszug in seinen Funktionen als aktiver Musiker, Übungsleiter, Dirigent, Tambourmajor und 1. Vorsitzender geehrt.
Seit 1995 ist der Spielmannszug als Träger der freien Jugendhilfe gem. § 75 KJHG anerkannt. Ziel der Jugendabteilung ist es, neben dem gemeinsamen Musizieren zusätzlich eine auf das Gemeinwohl gerichtete Freizeitbeschäftigung für die Jugendlichen anzubieten. Zur ersten Jugendleiterin wurde Elke Appelhans von den Jugendlichen gewählt. Derzeit ist Thorben Pröpper Jugendleiter.
In den Aufbaujahren des Spielmannszuges spielte man vorwiegend Straßenmärsche. Die musikalische Weiterentwicklung gebot dann die Aufnahme von Konzertstücken und Stimmungslieder, die den eigentlichen Charme des Grönebacher Spielmannszuges ausmachen. Schließlich sollen die Auftritte den Zuhörern Freude und gute Stimmung bringen; ein herzlicher Applaus ist immer noch ein ermunterndes „Danke Schön“ für die eifrigen Musiker.

 

Grönebach Wappen